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Woke Shit

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Zum Thema Männlichkeit

Zum Thema Männlichkeit

Das Interview zum Thema Männlichkeit gibt es hier


Wenn ich an das Wort Männlichkeit im traditionellen Kontext denke, bedeutet Männlichkeit für mich, dass man sich zwanghaft in ein Konstrukt hineindrängt, in dem man sich niemals wohl oder verstanden fühlen wird, da dieses Konstrukt nicht für die Masse gemacht ist, sondern, wenn überhaupt, für einzelne Individuen.
Trotz dessen wird diese Art der Männlichkeit der großen Maße vorgelogen, die mit aller Kraft versucht, diese Lüge für sich auszuleben, aus Angst, man könnte sonst auf Ablehnung treffen.
Es ist ein Konstrukt, welches tiefe Leiden verursachen kann, indem es einen das Gefühl verleiht, man müsse seine eigene Identität unterdrücken oder einem bestimmten Standard gerecht werden.
Ein Konstrukt, welches versucht die Geschlechter strikt voneinander zu trennen, in dem man direkte Verhaltensweisen für diese vorgibt.
Wahre Männlichkeit bedeutet für mich Akzeptanz in und für sich selbst zu finden, sowie bereit zu sein, Verantwortung zu übernehmen. Sich in der eigenen, individuellen Männlichkeit wohlfühlen, statt sich in ein krankhaftes Bild hineinzudrängen.
Sprechen wir von maskulinen Charaktereigenschaften meinen wir oft: Tapferkeit, Emotionslosigkeit, Ehrgeiz, Gewaltbereitschaft, Rationalität. Sprechen wir von weiblichen Charaktereigenschaften ziehen wir dazu: Emotionalität, Empathie, Passivität, Verletzlichkeit. Dabei sind jegliche Eigenschaften in beiden Geschlechtern vertreten. Männer sind nicht nur rational, sondern eben auch emotional, Frauen sind nicht nur emotional, sondern eben auch rational. Charaktereigenschaften ein Geschlecht zu zuteilen hat demnach nur zu Folge, sich selbst einzuschränken.
Männlichkeit sollte nicht heißen, zu jeder Zeit tapfer sein zu müssen oder mit den anderen maskulinen Charaktereigenschaften übereinzustimmen. Ganz im Gegenteil sollte man Jungen bereits früh das Gefühl geben, dass man aus diesen Verhaltensweisen ausbrechen darf. Dass es okay ist, Angst zu haben, dass es okay ist, verletzlich zu sein. Dass es von Not ist, seine Gefühle zu zeigen, bevor sie einen regelrecht ersticken. Und das all dies die eigene Männlichkeit nicht mindert.
Auch bei Männern gibt es Gesprächsbedarf um die eigenen Emotionen.
Viele konnten noch nie über ihr emotionales Befinden offen und ehrlich reden - etwa aus Angst oder aufgrund einer fehlenden, emotional zugänglichen Bezugsperson.
Aufgrund von gesellschaftlichem Druck und emotionaler Abstumpfung liegen die tatsächlichen Suizide bei Männern dreimal höher als bei Frauen. Auch Suchtprobleme treten häufiger bei Männern auf.
Dabei suchen sich Männer allerdings weniger professionelle Hilfe, da diese Handlung noch immer zutiefst stigmatisiert ist - insbesondere in der Männerwelt. Zu oft besteht die Angst, von anderen Männern, oder der von Männern geführten Gesellschaft, dem Patriarchat, ausgegrenzt zu werden.
Zeigt ein Mann seine verletzliche Seite, gerät diese oft ins Visier von selbst ernannten Verfechtern der Männlichkeit.
Emotionen zeigen sei weiblich. Man sei kein richtiger Mann.
Vor lauter Angst, die Gesellschaft könnte sich von dem traditionellen Denken trennen und dass die eigene Vorrechtsstellung verloren geht (Je eher man in das Bild des maskulinen Mannes hineinpasst, desto mehr Privilegien stehen einem normalerweise zu), wird die eigene Frustration und Unsicherheit auf andere Männer und Frauen übertragen. Dies bezeichne ich als toxische Männlichkeit: Selbstzerstörung und Unterdrückung aller, die nicht dem persönlichen Bild der Männlichkeit entsprechen.
Solche Äußerungen tragen dazu bei, einigen Männern das Gefühl zu geben, dass man seine Emotionen allein im Inneren verarbeiten oder gar verstecken sollte.
Diesen Äußerungen sollte entgegengetreten werden.
Weshalb Jungs Vorbilder brauchen, die sich gegen solche toxischen Aussagen äußern.
Die diesen Jungen das Gefühl geben, inmitten all dieser verwirrenden Aussagen genug zu sein.
Vorbilder, die für einen offenen Umgang mit Männlichkeit einstehen. Die zeigen, dass es okay ist über Emotionen zu reden.
Vorbilder, die sich nicht frauenfeindlicher Aussagen bedienen, die nicht die Männlichkeit anderer Männer anzweifeln oder versuchen die eigene Männlichkeit als Ideal zu verkaufen.


Was ist eure Meinung zum Thema Männlichkeit?
Hinterlasst uns dazu gerne ein Kommentar! :)

Das Interview zum Thema Männlichkeit gibt es hier


Wenn ich an das Wort Männlichkeit im traditionellen Kontext denke, bedeutet Männlichkeit für mich, dass man sich zwanghaft in ein Konstrukt hineindrängt, in dem man sich niemals wohl oder verstanden fühlen wird, da dieses Konstrukt nicht für die Masse gemacht ist, sondern, wenn überhaupt, für einzelne Individuen.
Trotz dessen wird diese Art der Männlichkeit der großen Maße vorgelogen, die mit aller Kraft versucht, diese Lüge für sich auszuleben, aus Angst, man könnte sonst auf Ablehnung treffen.
Es ist ein Konstrukt, welches tiefe Leiden verursachen kann, indem es einen das Gefühl verleiht, man müsse seine eigene Identität unterdrücken oder einem bestimmten Standard gerecht werden.
Ein Konstrukt, welches versucht die Geschlechter strikt voneinander zu trennen, in dem man direkte Verhaltensweisen für diese vorgibt.
Wahre Männlichkeit bedeutet für mich Akzeptanz in und für sich selbst zu finden, sowie bereit zu sein, Verantwortung zu übernehmen. Sich in der eigenen, individuellen Männlichkeit wohlfühlen, statt sich in ein krankhaftes Bild hineinzudrängen.
Sprechen wir von maskulinen Charaktereigenschaften meinen wir oft: Tapferkeit, Emotionslosigkeit, Ehrgeiz, Gewaltbereitschaft, Rationalität. Sprechen wir von weiblichen Charaktereigenschaften ziehen wir dazu: Emotionalität, Empathie, Passivität, Verletzlichkeit. Dabei sind jegliche Eigenschaften in beiden Geschlechtern vertreten. Männer sind nicht nur rational, sondern eben auch emotional, Frauen sind nicht nur emotional, sondern eben auch rational. Charaktereigenschaften ein Geschlecht zu zuteilen hat demnach nur zu Folge, sich selbst einzuschränken.
Männlichkeit sollte nicht heißen, zu jeder Zeit tapfer sein zu müssen oder mit den anderen maskulinen Charaktereigenschaften übereinzustimmen. Ganz im Gegenteil sollte man Jungen bereits früh das Gefühl geben, dass man aus diesen Verhaltensweisen ausbrechen darf. Dass es okay ist, Angst zu haben, dass es okay ist, verletzlich zu sein. Dass es von Not ist, seine Gefühle zu zeigen, bevor sie einen regelrecht ersticken. Und das all dies die eigene Männlichkeit nicht mindert.
Auch bei Männern gibt es Gesprächsbedarf um die eigenen Emotionen.
Viele konnten noch nie über ihr emotionales Befinden offen und ehrlich reden - etwa aus Angst oder aufgrund einer fehlenden, emotional zugänglichen Bezugsperson.
Aufgrund von gesellschaftlichem Druck und emotionaler Abstumpfung liegen die tatsächlichen Suizide bei Männern dreimal höher als bei Frauen. Auch Suchtprobleme treten häufiger bei Männern auf.
Dabei suchen sich Männer allerdings weniger professionelle Hilfe, da diese Handlung noch immer zutiefst stigmatisiert ist - insbesondere in der Männerwelt. Zu oft besteht die Angst, von anderen Männern, oder der von Männern geführten Gesellschaft, dem Patriarchat, ausgegrenzt zu werden.
Zeigt ein Mann seine verletzliche Seite, gerät diese oft ins Visier von selbst ernannten Verfechtern der Männlichkeit.
Emotionen zeigen sei weiblich. Man sei kein richtiger Mann.
Vor lauter Angst, die Gesellschaft könnte sich von dem traditionellen Denken trennen und dass die eigene Vorrechtsstellung verloren geht (Je eher man in das Bild des maskulinen Mannes hineinpasst, desto mehr Privilegien stehen einem normalerweise zu), wird die eigene Frustration und Unsicherheit auf andere Männer und Frauen übertragen. Dies bezeichne ich als toxische Männlichkeit: Selbstzerstörung und Unterdrückung aller, die nicht dem persönlichen Bild der Männlichkeit entsprechen.
Solche Äußerungen tragen dazu bei, einigen Männern das Gefühl zu geben, dass man seine Emotionen allein im Inneren verarbeiten oder gar verstecken sollte.
Diesen Äußerungen sollte entgegengetreten werden.
Weshalb Jungs Vorbilder brauchen, die sich gegen solche toxischen Aussagen äußern.
Die diesen Jungen das Gefühl geben, inmitten all dieser verwirrenden Aussagen genug zu sein.
Vorbilder, die für einen offenen Umgang mit Männlichkeit einstehen. Die zeigen, dass es okay ist über Emotionen zu reden.
Vorbilder, die sich nicht frauenfeindlicher Aussagen bedienen, die nicht die Männlichkeit anderer Männer anzweifeln oder versuchen die eigene Männlichkeit als Ideal zu verkaufen.


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