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Woke Shit

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Rassismus zu Corona Zeiten

Rassismus zu Corona Zeiten

Dieser Beitrag wurde einige Tage nach den Verbrechen in Atlanta verfasst, welches sich gegen Frauen asiatischer Herkunft richtete.

Am 16.03.2021 erschoss ein weißer, männlicher Attentäter in drei Massagesalons in Atlanta acht unschuldige Menschen, davon sechs Frauen mit asiatischer Herkunft. Unter den Opfern waren: Soon Chung Park, Hyun Jung Grant, Suncha Kim, Yong Yue, Delaina Ashley Yaun, Xiajie Tan, Daoyou Feng, Paul Andre Michels [1]. Mütter und Väter, Töchter und Söhne, Ehefrauen und Ehemänner, Geschwister und Freunde.
In den amerikanischen Medien wird sich geweigert, die Tat als ein Verbrechen mit rassistischem Hintergrund zu bezeichnen, obwohl es sich offensichtlich um ein Solches handelt. Der Täter suchte gezielt Massagesalons auf, in denen statistisch gesehen meistens Frauen asiatischer Herkunft arbeiten, um sich aufgrund von sexueller Frustration an ihnen zu rächen.
Einer der Pressesprecher der Polizei, scheint dazu noch den Mörder zu verteidigen, er hätte einfach nur einen schlechten Tag gehabt. Ein rassistischer Akt wird heruntergespielt und wieder einmal wird ein weißer Terrorist von der Polizei in den Schutz genommen.
Ein Beispiel für das System, was von weißen Leuten für weiße Leute geschaffen wurde, während Menschen anderen Aussehens oder Herkunft ausgegrenzt, unterdrückt, ausgebeutet oder gar ermordet werden.

In der deutschen Medienwelt wie, beispielsweise auf dem Instagram Feed der Tagesschau oder ihrer Nachrichtensendung, wurde über dieses Verbrechen kaum berichtet, obwohl auch in Deutschland die Zahl der Verbrechen gegen asiatisch gelesenen Menschen verheerend zugenommen hat. Statt in einem Beitrag dieses Thema zu behandeln, wurden für mehrere Minuten die neusten Fußballergebnisse diskutiert. Die Priorität der deutschen Öffentlichkeit ist hier mehr als offensichtlich.


ree


Erst einige Wochen vorher äußerte sich Matthias Matuschik, Moderator des deutschen Rundfunks BAYERN 3 mit erhobener Stimme rassistisch über die erfolgreiche südkoreanische Boyband BTS.
In seinem Beitrag verglich Matuschik die Band mit einem Virus, bezeichnete sie als kleine Pisser und wünschte ihnen einen 20-jährigen „Urlaub“ in Nord-Korea. Dabei solle es sich nicht um rassistische Aussagen gehandelt haben, da er ja ein südkoreanisches Auto fahre [2]. Nach Aufruhr im Internet, wo der Vorfall mittlerweile auch internationale Aufmerksamkeit erlangt hat, entschuldigte er sich dann bei den BTS-Fans, ob freiwillig oder aufgrund von dem Druck der Öffentlichkeit bleibt hier offen.

Zum Beitrag geht es hier


Rassismus gegenüber asiatisch gelesenen Menschen ist nichts Neues und war auch nie verschwunden. Immer wieder wird Asiaten ihre Diversität abgesprochen, obwohl der Kontinent Asien aus 46 vielfältigen Ländern besteht, mit je eigener Kultur, Sprache, Religionen etc.
Es wird sich über ihre Sprache lustig gemacht, während man sich Hanzi Schriftzeichen auf den Arm tätowiert, ohne ihre Bedeutung zu kennen. Auf Instagram kommt es zum Fox Eye Trend unter den westlichen Usern, obwohl das Zurückziehen der Augen historisch genutzt wird, um sich über "asiatische Augen" lustig zu machen. Asiatischen Männern wird ihre Männlichkeit abgesprochen und asiatische Frauen werden von den Medien und der westlichen Gesellschaft sexualisiert. Eine Sexualisierung und Fetischisierung, dessen Ursprung bis hin zur Zeit des Kolonialismus zurückzuführen ist. Auch während des Zweiten Weltkriegs und dem Vietnamkrieg verschlug es westliche Soldaten immer wieder in die Bordelle, wo junge asiatische Frauen oft zur Prostitution gezwungen wurden.
Hinzu kommt, dass die Medien oft weit und breit keine oder eine verfälschte Repräsentation für asiatische Frauen und Männer bieten, historisch wurden diese sogar durch westliche Schauspieler ersetzt = Yellowface.
Bei den rassistischen Vorfällen gegenüber asiatisch gelesenen Menschen handelt es sich offensichtlich also nicht um eine neue Entwicklung, sondern um die Fortführung eines fundamentalen Problems, welches tief in der Geschichte ihren Ursprung findet.
Während der Corona Pandemie, ist die Zahl der rassistisch motivierten Übergriffe allerdings um 70% gestiegen (Migazin,2021), auf Asiaten laut „korientation“ sogar um erschreckende 1900%. Zu beachten ist außerdem, dass nicht jeder Übergriff gemeldet wird. Auf der Seite „Ich bin kein Virus“ kann man dazu Erfahrungen von betroffenen Menschen lesen. Auch andere Minderheiten sind von dem verstärkten Rassismus zu Corona Zeiten betroffen, wie etwa Flüchtlinge denen unterstellt wird, sie würden das Virus nach Deutschland bringen oder Menschen aus dem arabischen Raum, welche sich angeblich nicht an die Regeln halten würden.
Bereits seit Anfang an sucht man hier zu Lande nach Schuldigen für den Erreger SARS-CoV-2. Da das Virus in Wuhan entsprungen ist, scheint es einigen Leuten auf der Hand zu liegen, dass asiatisch gelesene Menschen an den Ausbruch und seinem Ausmaß schuld seien. Auch der damalige US-Präsident steigt mit ein und betitelt das Corona Virus als die „Chinesische Grippe“ oder „Kung Flu“ und inspiriert mehrere seiner Anhänger zu rassistischen Übergriffen. Ein 91-Jahre alter Mann wird auf die Straße geschubst, eine 89-Jährige Frau wird angezündet, Menschen in der U-Bahn werden beschimpft oder angespuckt, Besitz wird zerstört, Menschen verlieren ihr Leben [3], [4].
In Deutschland fiel unter anderen ein südkoreanisches Paar zum Opfer von rassistischen Äußerungen durch eine fünfköpfige Gruppe. Sie meldeten den Fall bei der Polizei, die die Anklage erst aber nicht ernstnahm [5].
In Hamburg wurde zu Beginn der Pandemie letzten Jahres auch eine Gedenktafel, welche an die chinesischen Opfer der NS-Zeit erinnern sollte, beschmutzt und beschädigt [6].
Die deutsche Medienwelt trägt ebenfalls Mitschuld, wenn es um das „Feindbild China“ zu Zeiten der Corona Pandemie geht. Die Titelseiten in denen Corona behandelt wird sind geziert von asiatischen Menschen mit Maske. Die Bilder und Überschriften scheinen uns von genau einem überzeugen zu wollen: Asiaten seien an der Corona Pandemie schuld. Die Medien inspirieren hiermit Übergriffe und bestärken Leute darin, ihre rassistischen Gedanken auszuleben.


Bild „Vier bestätigte Fälle – So kam das Coronavirus zu uns“


Bild zeigt hier Asiaten am Esstisch. In der westlichen Welt wird das angebliche "komische" Essverhalten genutzt, um sich rassistisch gegen asiatisch gelesenen Menschen zu äußern.
Zu Corona Zeiten hat sich hier die Beleidigung "Fledermaus-Esser" durchgesetzt.


Was kann ich also dagegen tun?

1. Zuhören

Eines der wichtigsten Dinge ist es, den von Rassismus betroffenen Menschen zuzuhören und ernst zu nehmen. Zu oft werden Fälle mit Rassismus kleingeredet oder den Betroffenen wird gesagt, sie hätten das Gesagte bestimmt nur falsch aufgegriffen oder sie sollten sich nicht so anstellen.
Auch wenn man selbst auf seinen eigenen Rassismus angesprochen wird, ist dies ernst zu nehmen. Hierbei liegt die Verantwortung bei einem selbst sich zu informieren, um seine absurden, rassistischen Ansichten aus der Welt zu schaffen. Besonders als weißer, privilegierter Mensch, der noch nie Rassismus erlebt hat, kann man schlecht über ein solches Thema urteilen. Deswegen ist es wichtig Betroffene aussprechen zu lassen.

2. Dazwischengehen

Ganz gleich ob zu Corona oder nicht, sollte man einen Vorfall mitbekommen, bei dem sich rassistisch über Menschen geäußert wird, sollte man den Täter sofort darauf ansprechen oder sich bei der Polizei melden. Ein Schweigen würde ein solches Verhalten nämlich nur belohnen und den Täter in seinen Ansichten bestärken. Einer solchen Tat sollte niemals mit Ignoranz begegnet werden.

3. Aufmerksamkeit schaffen

Wichtig ist es außerdem, andere Menschen auf das Problem Rassismus aufmerksam zu machen. Auch in seinen eigenen Familien oder Freundeskreis sollte über das Thema gesprochen werden. Vor allem wenn man mitbekommt, dass sich feindlich über eine Gruppe von Menschen ausgesprochen wird. Auch in Schulen oder Kindergärten sollte man öfters über den heutigen Rassismus diskutieren, um Aufmerksamkeit zu schaffen.

4. Recherche

Es ist ebenfalls wichtig, eigene Recherche zu betreiben und Betroffene nicht ständig um Aufklärung zu bitten. Insbesondere die rassistischen Stereotypen, die in unserer westlichen Gesellschaft über andere Menschen existieren, sollte man hinterfragen und dekonstruieren.
Auch die Darstellung von anderen Menschengruppen in den Medien sollte immer kritisch hinterfragt werden.

5. Selbstreflektion

Gleichzeitig sollten wir unser eigenes Verhalten selbst reflektieren, um uns über unseren eigenen Rassismus und unsere Privilegien als weißer Mensch bewusst zu werden.


Quellen:

korientation, URL: https://www.korientation.de/

Ich bin kein Virus, URL: https://www.ichbinkeinvirus.org/

[1] BBC o.V.: "Atlanta spa shootings: Who are the victims?", in: bbc.com, 22.03.2021, URL: https://www.bbc.com/news/world-us-canada-56446771

[2] Twitter @fairiesvmns

[3] Lim, Dion: "Shocking video shows 91-year-old man senselessly pushed to ground in Oakland's Chinatown", in: abc 7, 05.02.2021, URL: https://abc7news.com/man-pushed-to-ground-in-oakland-violence-chinatown-robberies/10311111/, Abruf am 20.03.2021

[4] abc 7, o.V.: "Exclusive: 89-year-old woman who was attacked, set on fire in Brooklyn speaks out", in: abc 7, 25.06.2020, URL: https://abc7ny.com/woman-set-on-fire-elderly-attack-89-year-old-attacked-bensonhurst-crime/6333749/, Abruf am 28.03.2021

[5] Koreaverband, o.V.: „Antiasiatischer Rassismus in der Corona-Krise", in Koreaverband.de, 29.05.2020, URL: https://www.koreaverband.de/blog/2020/05/29/rassismus-corona/ , Abruf am 20.03.2021

[6] Fava, Rosa: „Gedenktafel für chinesische NS-Opfer in Hamburg angegriffen und beschmutzt“, in Belltower News, 20.04.2020, URL: https://www.belltower.news/anti-asiatischer-rassismus-gedenktafel-fuer-chinesische-ns-opfer-in-hamburg-angegriffen-und-beschmutzt-98467/, Abruf am 21.03.2021

Dieser Beitrag wurde einige Tage nach den Verbrechen in Atlanta verfasst, welches sich gegen Frauen asiatischer Herkunft richtete.

Am 16.03.2021 erschoss ein weißer, männlicher Attentäter in drei Massagesalons in Atlanta acht unschuldige Menschen, davon sechs Frauen mit asiatischer Herkunft. Unter den Opfern waren: Soon Chung Park, Hyun Jung Grant, Suncha Kim, Yong Yue, Delaina Ashley Yaun, Xiajie Tan, Daoyou Feng, Paul Andre Michels [1]. Mütter und Väter, Töchter und Söhne, Ehefrauen und Ehemänner, Geschwister und Freunde.
In den amerikanischen Medien wird sich geweigert, die Tat als ein Verbrechen mit rassistischem Hintergrund zu bezeichnen, obwohl es sich offensichtlich um ein Solches handelt. Der Täter suchte gezielt Massagesalons auf, in denen statistisch gesehen meistens Frauen asiatischer Herkunft arbeiten, um sich aufgrund von sexueller Frustration an ihnen zu rächen.
Einer der Pressesprecher der Polizei, scheint dazu noch den Mörder zu verteidigen, er hätte einfach nur einen schlechten Tag gehabt. Ein rassistischer Akt wird heruntergespielt und wieder einmal wird ein weißer Terrorist von der Polizei in den Schutz genommen.
Ein Beispiel für das System, was von weißen Leuten für weiße Leute geschaffen wurde, während Menschen anderen Aussehens oder Herkunft ausgegrenzt, unterdrückt, ausgebeutet oder gar ermordet werden.

In der deutschen Medienwelt wie, beispielsweise auf dem Instagram Feed der Tagesschau oder ihrer Nachrichtensendung, wurde über dieses Verbrechen kaum berichtet, obwohl auch in Deutschland die Zahl der Verbrechen gegen asiatisch gelesenen Menschen verheerend zugenommen hat. Statt in einem Beitrag dieses Thema zu behandeln, wurden für mehrere Minuten die neusten Fußballergebnisse diskutiert. Die Priorität der deutschen Öffentlichkeit ist hier mehr als offensichtlich.


ree


Erst einige Wochen vorher äußerte sich Matthias Matuschik, Moderator des deutschen Rundfunks BAYERN 3 mit erhobener Stimme rassistisch über die erfolgreiche südkoreanische Boyband BTS.
In seinem Beitrag verglich Matuschik die Band mit einem Virus, bezeichnete sie als kleine Pisser und wünschte ihnen einen 20-jährigen „Urlaub“ in Nord-Korea. Dabei solle es sich nicht um rassistische Aussagen gehandelt haben, da er ja ein südkoreanisches Auto fahre [2]. Nach Aufruhr im Internet, wo der Vorfall mittlerweile auch internationale Aufmerksamkeit erlangt hat, entschuldigte er sich dann bei den BTS-Fans, ob freiwillig oder aufgrund von dem Druck der Öffentlichkeit bleibt hier offen.

Zum Beitrag geht es hier


Rassismus gegenüber asiatisch gelesenen Menschen ist nichts Neues und war auch nie verschwunden. Immer wieder wird Asiaten ihre Diversität abgesprochen, obwohl der Kontinent Asien aus 46 vielfältigen Ländern besteht, mit je eigener Kultur, Sprache, Religionen etc.
Es wird sich über ihre Sprache lustig gemacht, während man sich Hanzi Schriftzeichen auf den Arm tätowiert, ohne ihre Bedeutung zu kennen. Auf Instagram kommt es zum Fox Eye Trend unter den westlichen Usern, obwohl das Zurückziehen der Augen historisch genutzt wird, um sich über "asiatische Augen" lustig zu machen. Asiatischen Männern wird ihre Männlichkeit abgesprochen und asiatische Frauen werden von den Medien und der westlichen Gesellschaft sexualisiert. Eine Sexualisierung und Fetischisierung, dessen Ursprung bis hin zur Zeit des Kolonialismus zurückzuführen ist. Auch während des Zweiten Weltkriegs und dem Vietnamkrieg verschlug es westliche Soldaten immer wieder in die Bordelle, wo junge asiatische Frauen oft zur Prostitution gezwungen wurden.
Hinzu kommt, dass die Medien oft weit und breit keine oder eine verfälschte Repräsentation für asiatische Frauen und Männer bieten, historisch wurden diese sogar durch westliche Schauspieler ersetzt = Yellowface.
Bei den rassistischen Vorfällen gegenüber asiatisch gelesenen Menschen handelt es sich offensichtlich also nicht um eine neue Entwicklung, sondern um die Fortführung eines fundamentalen Problems, welches tief in der Geschichte ihren Ursprung findet.
Während der Corona Pandemie, ist die Zahl der rassistisch motivierten Übergriffe allerdings um 70% gestiegen (Migazin,2021), auf Asiaten laut „korientation“ sogar um erschreckende 1900%. Zu beachten ist außerdem, dass nicht jeder Übergriff gemeldet wird. Auf der Seite „Ich bin kein Virus“ kann man dazu Erfahrungen von betroffenen Menschen lesen. Auch andere Minderheiten sind von dem verstärkten Rassismus zu Corona Zeiten betroffen, wie etwa Flüchtlinge denen unterstellt wird, sie würden das Virus nach Deutschland bringen oder Menschen aus dem arabischen Raum, welche sich angeblich nicht an die Regeln halten würden.
Bereits seit Anfang an sucht man hier zu Lande nach Schuldigen für den Erreger SARS-CoV-2. Da das Virus in Wuhan entsprungen ist, scheint es einigen Leuten auf der Hand zu liegen, dass asiatisch gelesene Menschen an den Ausbruch und seinem Ausmaß schuld seien. Auch der damalige US-Präsident steigt mit ein und betitelt das Corona Virus als die „Chinesische Grippe“ oder „Kung Flu“ und inspiriert mehrere seiner Anhänger zu rassistischen Übergriffen. Ein 91-Jahre alter Mann wird auf die Straße geschubst, eine 89-Jährige Frau wird angezündet, Menschen in der U-Bahn werden beschimpft oder angespuckt, Besitz wird zerstört, Menschen verlieren ihr Leben [3], [4].
In Deutschland fiel unter anderen ein südkoreanisches Paar zum Opfer von rassistischen Äußerungen durch eine fünfköpfige Gruppe. Sie meldeten den Fall bei der Polizei, die die Anklage erst aber nicht ernstnahm [5].
In Hamburg wurde zu Beginn der Pandemie letzten Jahres auch eine Gedenktafel, welche an die chinesischen Opfer der NS-Zeit erinnern sollte, beschmutzt und beschädigt [6].
Die deutsche Medienwelt trägt ebenfalls Mitschuld, wenn es um das „Feindbild China“ zu Zeiten der Corona Pandemie geht. Die Titelseiten in denen Corona behandelt wird sind geziert von asiatischen Menschen mit Maske. Die Bilder und Überschriften scheinen uns von genau einem überzeugen zu wollen: Asiaten seien an der Corona Pandemie schuld. Die Medien inspirieren hiermit Übergriffe und bestärken Leute darin, ihre rassistischen Gedanken auszuleben.


Bild „Vier bestätigte Fälle – So kam das Coronavirus zu uns“


Bild zeigt hier Asiaten am Esstisch. In der westlichen Welt wird das angebliche "komische" Essverhalten genutzt, um sich rassistisch gegen asiatisch gelesenen Menschen zu äußern.
Zu Corona Zeiten hat sich hier die Beleidigung "Fledermaus-Esser" durchgesetzt.


Was kann ich also dagegen tun?

1. Zuhören

Eines der wichtigsten Dinge ist es, den von Rassismus betroffenen Menschen zuzuhören und ernst zu nehmen. Zu oft werden Fälle mit Rassismus kleingeredet oder den Betroffenen wird gesagt, sie hätten das Gesagte bestimmt nur falsch aufgegriffen oder sie sollten sich nicht so anstellen.
Auch wenn man selbst auf seinen eigenen Rassismus angesprochen wird, ist dies ernst zu nehmen. Hierbei liegt die Verantwortung bei einem selbst sich zu informieren, um seine absurden, rassistischen Ansichten aus der Welt zu schaffen. Besonders als weißer, privilegierter Mensch, der noch nie Rassismus erlebt hat, kann man schlecht über ein solches Thema urteilen. Deswegen ist es wichtig Betroffene aussprechen zu lassen.

2. Dazwischengehen

Ganz gleich ob zu Corona oder nicht, sollte man einen Vorfall mitbekommen, bei dem sich rassistisch über Menschen geäußert wird, sollte man den Täter sofort darauf ansprechen oder sich bei der Polizei melden. Ein Schweigen würde ein solches Verhalten nämlich nur belohnen und den Täter in seinen Ansichten bestärken. Einer solchen Tat sollte niemals mit Ignoranz begegnet werden.

3. Aufmerksamkeit schaffen

Wichtig ist es außerdem, andere Menschen auf das Problem Rassismus aufmerksam zu machen. Auch in seinen eigenen Familien oder Freundeskreis sollte über das Thema gesprochen werden. Vor allem wenn man mitbekommt, dass sich feindlich über eine Gruppe von Menschen ausgesprochen wird. Auch in Schulen oder Kindergärten sollte man öfters über den heutigen Rassismus diskutieren, um Aufmerksamkeit zu schaffen.

4. Recherche

Es ist ebenfalls wichtig, eigene Recherche zu betreiben und Betroffene nicht ständig um Aufklärung zu bitten. Insbesondere die rassistischen Stereotypen, die in unserer westlichen Gesellschaft über andere Menschen existieren, sollte man hinterfragen und dekonstruieren.
Auch die Darstellung von anderen Menschengruppen in den Medien sollte immer kritisch hinterfragt werden.

5. Selbstreflektion

Gleichzeitig sollten wir unser eigenes Verhalten selbst reflektieren, um uns über unseren eigenen Rassismus und unsere Privilegien als weißer Mensch bewusst zu werden.


Quellen:

korientation, URL: https://www.korientation.de/

Ich bin kein Virus, URL: https://www.ichbinkeinvirus.org/

[1] BBC o.V.: "Atlanta spa shootings: Who are the victims?", in: bbc.com, 22.03.2021, URL: https://www.bbc.com/news/world-us-canada-56446771

[2] Twitter @fairiesvmns

[3] Lim, Dion: "Shocking video shows 91-year-old man senselessly pushed to ground in Oakland's Chinatown", in: abc 7, 05.02.2021, URL: https://abc7news.com/man-pushed-to-ground-in-oakland-violence-chinatown-robberies/10311111/, Abruf am 20.03.2021

[4] abc 7, o.V.: "Exclusive: 89-year-old woman who was attacked, set on fire in Brooklyn speaks out", in: abc 7, 25.06.2020, URL: https://abc7ny.com/woman-set-on-fire-elderly-attack-89-year-old-attacked-bensonhurst-crime/6333749/, Abruf am 28.03.2021

[5] Koreaverband, o.V.: „Antiasiatischer Rassismus in der Corona-Krise", in Koreaverband.de, 29.05.2020, URL: https://www.koreaverband.de/blog/2020/05/29/rassismus-corona/ , Abruf am 20.03.2021

[6] Fava, Rosa: „Gedenktafel für chinesische NS-Opfer in Hamburg angegriffen und beschmutzt“, in Belltower News, 20.04.2020, URL: https://www.belltower.news/anti-asiatischer-rassismus-gedenktafel-fuer-chinesische-ns-opfer-in-hamburg-angegriffen-und-beschmutzt-98467/, Abruf am 21.03.2021

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