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Woke Shit
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Kopftuchverbot am Arbeitsplatz - ein Verstoß gegen Religionsfreiheit
Kopftuchverbot am Arbeitsplatz - ein Verstoß gegen Religionsfreiheit

(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich. (2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet! [1]
Kopftuchverbot
Über das Tragen eines Kopftuches wird in der Politik spätestens seit den Terroranschlägen in der westlichen Welt durch die Terrororganisation „IS“ wieder heftig diskutiert. Dieser kämpft für einen islamischen Staat, stellt also ein Extrem dar.
Man kann nur immer wieder hervorheben, dass der Islam als Religion und seine mehrheitlich friedlichen Anhänger nichts mit dem „IS“ zu tun haben. Seit den Anschlägen in Europa nahm die Angst vor dem Islam trotzdem deutlich zu, bei vielen etablierte sich diese Angst sogar als Islamfeindlichkeit, Stichwort: AfD.
Insbesondere das Kopftuch wurde als Resultat dessen vermehrt angegriffen.
Bereits in acht Ländern innerhalb der EU gibt es mittlerweile landesweite oder vereinzelte lokale Verbote. Frankreich und Deutschland gehören dazu [2].

Karte der EU-Länder mit einem Kopftuchverbot
Rosa = landesweites Kopftuchverbot
Gelb = lokale Kopftuchverbote
In Frankreich steht ein Gesetz zur Diskussion, bei dem es unter 18-jährigen Musliminnen nicht mehr gestattet wäre in der Schule oder anderen öffentlichen Plätzen ein Kopftuch zu tragen. Ein anderer Vorfall macht klar, dass Mütter, die auf Schulausflügen ein Kopftuch tragen, nicht länger geduldet werden. Auch hier wird in der Politik über ein Gesetz diskutiert [3].
Unter dem Hashtag #handsofmyhijab sprechen sich Frauen gegen diese Gesetzvorschläge aus.
Frankreich vollzieht den Laizismus, bei dem Religion eine Privatsache ist, und nichts in der Öffentlichkeit zu suchen habe. Weitere Begründung: Man wolle die republikanischen Prinzipien stärken.
In Deutschland gibt es ebenfalls je nach Bundesland vereinzelte Verbote des Kopftuches, wie in Berlin, wo explizit gilt, dass Lehrerinnen kein Kopftuch tragen dürfen [4].
Auch erwachsene, emanzipierte, mündige Frauen müssen sich leider in der Justiz dafür entscheiden, ob sie ihr Kopftuch tragen und damit ihre berufliche Zukunft aufgeben wollen, oder ob sie das Kopftuch ablegen, um in der Justiz tätig zu sein, auf Kosten ihrer eigenen Identität. Denn als Beamtin repräsentiere man den Staat und ein Kopftuch sei da einfach nicht drinnen.
Das neueste Gutachten des europäischen Gerichtshofs, Stand 25.02.2021, geht noch ein Schritt weiter, so dass sie ein Verbot des Hijabs am Arbeitsplatz jeglicher Berufsgruppen, als gerechtfertigt ansehen, wenn ein wirtschaftlicher Nachteil des Unternehmens nachzuweisen ist und andere großen religiösen Symbole verboten worden sind. Das heißt, sollten Kunden nicht länger in ein Geschäft kommen, da sie sich durch das Kopftuch gestört fühlen, kann der Arbeitgeber ein Kopftuchverbot verhängen. Statt auf das islamfeindliche Bild der Kunden aufmerksam zu machen, wird der muslimischen Frau mit Diskriminierung begegnet.
Kleinere Symbole seien dabei weiterhin erlaubt, wobei man sich nicht sicher sei, was man unter kleinen Symbolen verstehe. Aber eines wisse man: Das Kopftuch fällt, wie die jüdische Kippa unter die großen Symbole. Für Betroffene ist dies ein Problem, denn so ein Verhalten des Arbeitsgebers würde nicht länger unter das Antidiskriminierungsgesetz fallen [5]. Sich zur Wehr zu setzen würde schwerer fallen, denn der Staat steht auf der Seite des Arbeitgebers.
Unternehmerische Freiheit über das der menschlichen. Nichts Neues in der Bundesrepublik Deutschland, wo die Wirtschaft und die geliebte Bürokratie das höchste Gut zu sein scheint. Der wirtschaftliche Aspekt der betroffenen Frauen oder ihre beruflichen Chancen, sowie ihre Unabhängigkeit scheinen dabei in den Hintergrund zu rutschen.
Man drängt die betroffenen Frauen ins Private. Hier wird nach meiner Auffassung ein indirektes Berufsverbot verhängt, denn das Kopftuch abzulegen ist keine einfache Entscheidung.
So oder so sollte eine Frau aber nicht vor diese Wahl gestellt werden.
Geschichte des Kopftuches

Das Kopftuch auch Hijab genannt, wird von etwa ein Drittel der Islam angehörigen Frauen in Deutschland getragen. Dies ist laut einer Studie der BAMF aus 2009 die deutliche Minderheit.
90% der Kopftuch tragenden Frauen gaben als Grund an, das Kopftuch aufgrund ihres Glaubens zu tragen, aus freier Entscheidung.
Für sie stellt das Kopftuch eine Verbindung zu ihrer Herkunft und Allah dar. Das Kopftuch stärkt die Frauen in ihrer Identität [6].
In manchen Haushalten trugen bereits andere Frauen den Hijab, so wird die Entscheidung eher unbewusst gefällt, weil man einfach mit dieser Lebensweise aufgewachsen ist, man möchte die eigene Tradition aufrechterhalten.
Ein anderer Grund ist der Schutz, von dem die Frauen sprechen, wenn Männer sie anstarren. Das Kopftuch gibt ihnen das Gefühl beschützt zu werden, es verleiht ihnen ein Gefühl von Freiheit.
(Frauen sollten sich natürlich nicht an Männer anpassen müssen oder sich vor ihnen schützen müssen, vermehrt sollte man Jungen und Männer lehren, Frauen zu respektieren, und Gewalt an ihnen zu unterlassen.)
Eins wird bei Befragten deutlich: Die meisten Frauen, die das Kopftuch aus eigener Entscheidung tragen sind stolz darauf.
Die Medien, wie etwa Serien scheinen dabei eine andere Narrative zu unterstützen: Muslimische Frau mit Kopftuch realisiert durch ihre weißen, angeblich deutlich emanzipierteren Mitschüler wie schädlich das Kopftuch für ihre Freiheit ist, da es zwischen ihr und einen weißen Jungen steht (Élite, Netflix).
Auch weitere Gruppen von Menschen sprechen sich gegen das Tragen des Kopftuches aus, wie Feministinnen aus aller Welt, etwa die Gruppe "Terre des Femmes" oder Konservative der westlichen Welt. Die AfD beispielsweise argumentiert so häufig, dass jeglicher Ausdruck des Islams die deutsche Kultur verschandeln würde.
Tatsächlich ist das Tragen des Kopftuches unter Islamwissenschaftlern bestritten, denn nirgends im Quran steht ausdrücklich geschrieben, dass eine Frau dieses zu tragen hat und wie eine Bedeckung genau aussehe.
Einige interpretieren das Gebot so, dass nur Haare und Brust bedeckt werden müssen, so dass Gesicht und Hände noch sichtbar sind (Dâwûd, Sunan, Libâs, 34). Andere sehen die Ganzkörperverhüllung als angemessen an, bei der nur noch die Augen der Frau ersichtlich sind.
Historisch sollten sich die Frauen bedecken, um nach der Geschlechterreife ihre Scham zu bewahren und ihre Reize vor den Blick anderer Männer zu verstecken, um nicht von ihnen belästigt zu werden (Sure Ahzâb, 33:59Abû) [7]. Gleichzeitig konnte man früher auf einen Blick die Rolle der Frau erraten. Denn das Kopftuch signalisierte den Rang der Frau in der Gesellschaft. Hochrangige Frauen trugen das Kopftuch, während es Sklavinnen verboten war [8].
Männer konnten schnell erkennen, welche Frauen sie besser nicht belästigen.
Zur Geschichte des Kopftuches gehört leider tatsächlich auch die Unterdrückung, die auf viele Frauen ausgeübt wird und welche ich in keiner Weise ignorieren möchte. Diese Unterdrückung ist verstärkt auf die kulturellen Begebenheiten zurückzuführen, da der Islam als Religion Frau und Mann als bedingt gleichberechtigt ansieht [9]. Feste Geschlechterrollen gibt es trotz dessen.
Im Iran zum Beispiel ist das Kopftuch für alle Frauen Pflicht [10]. Oft besteht dort eine große Kluft zwischen den Geschlechtern, so dass die Frau kaum Rechte besitzt, Opfer von häuslicher und staatlicher Gewalt ist und hinsichtlich dessen auch nicht selbstbestimmt. Sie wird stattdessen fremdbestimmt, vom männlichen Geschlecht, dem Staat [11]. Aus Protest nehmen viele Frauen ihre Kopftücher sogar ab.
Auch in Deutschland gibt es Frauen, die zum Kopftuch gezwungen werden. Durch Gruppenzwang in der Schule oder durch das Elternhaus. Laut einigen Aussagen sei dies die Minderheit, wobei ich dazu leider keine Statistiken gefunden habe. Dabei steht es aber außer Frage, dass solche Fälle ebenfalls in unserer Gesellschaft existieren, und somit auch nicht kleinzureden sind.
Viele Frauen müssen sich allein um den Haushalt kümmern, sind gezwungen zu Hause zu bleiben, isoliert, denn arbeiten dürfen sie vielleicht nicht. Einige werden zur Heirat gedrängt und haben kein Mitspracherecht rund um ihre Sexualität, und wie sie diese ausleben möchten. Mit Selbstbestimmung oder Freiheit hat dies nichts zu tun. Nicht wenn entgegen des eigenen Willens Freiheit entzogen wird.
Doch was wenn auch der Staat die betroffenen Frauen nun ins Private drängt, sie zur Isolation zwingt, in die Rolle der Hausfrau, was wenn er gebildete Frauen in ihrer Berufswahl einschränkt, denn im Job ist sie mit ihrem Kopftuch nicht gewollt. Es sei denn sie putzt für uns die Toiletten.
Was wenn unser Staat die Frau ebenfalls fremdbestimmt. Ist ein Verbot dann nicht genauso moralisch unvertretbar, wie eine Pflicht? Beides läuft jedenfalls auf eines hinaus: Die muslimische Frau wird bestraft.
Mein Problem mit einem Kopftuchverbot
"Heuchelei"
Das in der Politik am weit verbreiteste Argument gegen das Kopftuch im Amt ist das Neutralitätsgesetz. Hierbei wird muslimischen Frauen scheinbar unterstellt, dass sie mit ihrem Kopftuch nicht neutral sein könnten.
Dabei könnte ich unserem Staat das gleiche unterstellen, denn das Konzept eines Staates ist etwas Abstraktes. Klar ist, der Staat wird von Menschen repräsentiert. Eine 100%-ige Neutralität ist natürlich nicht erreichbar, denn bedingt werden Entscheidungen aufgrund subjektiven Befindens getroffen. Eher handelt es sich in der westlichen Welt um Pseudoneutralität.
Man gibt sich neutral, während im Bundestags größtenteils dieselben Werte vermittelt werden, denn dort sitzen mehrheitlich weiße, ältere Männer, die in gewissen Maße mit denselben veralteten Werten aufgewachsen sind (Durchschnittsalter: 49,4; Männer: 486; Frauen: 223 [12], [13]). Durch fehlende Diversität sehe ich die Neutralität also stärker gefährdet, als wenn zur Abwechslung eine Frau mit Kopftuch im Amt vertreten ist. Je höher die Diversität, desto sicherer ist es, dass unterschiedliche Meinungen vertreten sind, was eine Neutralität erhöht.
Kopftuch tragenden Frauen zu verbieten, dass Kopftuch zu tragen, ist diskriminierend und hat nichts mit der Wahrung von Neutralität zu tun.
Vor allem nicht, wenn die führende Partei Deutschland das Wort „christlich“ in ihren Namen trägt und bis vor einigen Jahren noch die Ehe zwischen Gleichgeschlechtlichen blockierte - ganz nach der christlichen Auffassung. Für mich zeugt dies persönlich nicht von Neutralität, sondern gibt mir eher das Gefühl, dass wir in einer christlichen Gesellschaft leben, die für andere Religionen, Menschen, die nicht dem christlichen Weltbild entsprechen oder Atheisten wenig Platz lässt. Für mich ist dies Heuchelei, vor allem wenn Markus Söder 2016 noch beschloss, dass in Bayern von nun an das Kruzifix an allen Dienststellen anzubringen sei [14]. Bei der Argumentation um das Kopftuch wird darauf hingewiesen, dass es ein religiöses Symbol sei, Söder findet im Gegensatz dazu seinen Erlass sinnvoll, da das Kreuz für ihn kein religiöses Symbol sei, sondern einfach zur Identität von Bayern gehöre. Warum ist das mit dem Kopftuch anders? Ist diese Identitätswahrung nicht wichtig genug?
Mir geht es hier primär um die Heuchelei, die dieses Gesetz bestückt. Man biegt sich die Argumentation so hin, wie es einen gefällt, so dass ein doppelter Standard entsteht auf Kosten von Minderheiten, in diesem Beispiel Frauen mit Kopftuch.
"Mitspracherecht"
Der europäische Gerichtshof, welches das Gutachten herausgegeben hat, setzt sich zusammen aus 39 Mitgliedern.
Ich habe nachgezählt: 82% sind männlich, 18% sind Frauen [15] .
Wie kann es sein, dass ein Gutachten, welches Frauen mit Kopftuch betrifft beschlossen wird, ohne die betroffenen Frauen dazu zuziehen, geschweige denn ihnen zuzuhören. Es fehlt deutlich an einer Konversation zwischen den beiden Parteien. Ein Gutachten solcher Art sollte keine Legitimität zugesprochen werden, wenn vorher nicht alle Beteiligten in der Diskussion hinzugezogen wurden.
Wie kann es sein, dass für einen Entscheid, bei dem es um Frauen mit einem Kopftuch geht keine Frau mit Kopftuch zu Wort kommt?
"My body is not a political playground. It's not a place for legislation."
- Samirah Raheem
Jede Frau sollte selbst über ihren eigenen Körper entscheiden können.
"Feminismus und Kopftuch sind nicht miteinander vereinbar"
Online, aber auch anderweitig äußern sich einige Feministinnen negativ über das Kopftuch.
Sie fokussieren sich hier primär auf die Unterdrückung der Frau, die meist dem Islam zugeordnet wird. (Wobei diese Unterdrückung natürlich auch im christlichen Rahmen zu finden ist.)
Frauen würden zum Kopftuch tragen gezwungen werden, seien wenig emanzipiert und könnten ihre Meinung nicht äußern.
In der islamischen Kultur innerhalb Deutschlands und das will ich unter keinen Umständen leugnen gibt es Fälle von unterdrückten Frauen und auch in anderen, islamisch geprägten Ländern stehen den Frauen wenig Rechte zu. Sie haben wenig Möglichkeiten sich kritisch zu äußern oder werden schlichtweg ignoriert.
Dabei sind Feministinnen selbst davon überzeugt, dass sie besser wüssten, was muslimische Frauen benötigen. Man spricht den muslimischen Frauen mit Kopftuch die Mündigkeit ab und stellt sie selbst in einem Licht, so dass sie nicht selbst ihre Meinung äußern könnten, oder nicht wissen würden, was das Beste für sie sei. Man bevormundet sie.
Dabei sind die meisten muslimischen Frauen in Deutschland gebildet, emanzipiert und tragen das Kopftuch aus freier Entscheidung, weil sie sich dadurch befreit fühlen. Jede Frau sollte selbst entscheiden, was für sie das Wort Freiheit bedeutet. Für einige ist es das Kopftuch für andere ist es ohne BH aus dem Haus zu gehen. Muslimische Frauen müssen bei uns trotz dessen immer wieder ihre eigene Emanzipation beweisen und Frauen mit Kopftuch versucht man diese Emanzipation sogar regelrecht abzusprechen.
Allgemein würde ein Verbot des Kopftuches meiner Meinung nach nicht die betroffenen Frauen vor Unterdrückung "retten", da wir noch immer in einer patriarchalischen Gesellschaft leben, in der Unterdrückung systematisch herbeigeführt wird. Eher würde man betroffene Frauen ins Private drängen, wo eine gefährliche Abhängigkeit zum Ehemann entsteht, was eventuelle psychische und körperliche Ausbeutung begünstigt.
Quellen:
[1] Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, o.V.: "Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland Art 4", in: gesetze-im-internet.de, URL: https://www.gesetze-im-internet.de/gg/https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_4.htmlart_4.html, Abruf am: 05.04.2021
[2] Röhlig, Marc: "Diese 6 Länder in der EU haben noch kein Kopftuchverbot diskutiert", in: spiegel.de, 28.04.2018, URL: https://www.spiegel.de/panorama/kopftuchverbot-in-europa-das-sind-die-6-einzigen-eu-laender-ohne-burka-debatte-a-00000000-0003-0001-0000-000002325569, Abruf am: 06.04.2021
[3] IslamiQ o.V.: "#HandsOffMyHijab – Frankreich streitet über ein Kopftuchverbot.", in: islamiq.de, 10.04.2021, URL: https://www.islamiq.de/2021/04/10/frankreich-streitet-ueber-ein-kopftuchverbot/, Abruf am: 26.04.2021
[4],[6] Mediendienst Integration o.V.: „Islam und Muslime“, in mediendienst-integration, URL: https://mediendienst-integration.de/gruppen/islam-und-muslime.html, Abruf am 15.04.2021
[5] Tagesschau o.V.: "Kopftuch - Verbot am Arbeitsplatz ist zulässig", in: tagesschau.de, 25.02.2021, URL: https://www.tagesschau.de/ausland/kopftuch-arbeitsplatz-eugh-101.html, Abruf am: 06.04.2021
[7] IslamiQ o.V.: „Warum muslimische Frauen ein Kopftuch tragen“, in: islamiq.de, 18.04.2015, URL: https://www.islamiq.de/2015/04/18/warum-muslimische-frauen-ein-kopftuch-tragen/#_ftn3, Abruf am: 15.04.2021
[8] Prof. Dr. Uslucan, Haci-Halil/Prof. Dr. Khorchide, Mouhanad: „Gutachten zur Frage des Kopftuchtragens von Mädchen unter 14 Jahren“, S.23, in: mkffi.nrw, URL: https://www.mkffi.nrw/sites/default/files/asset/document/gutachten_zu_der_frage_des_kopftuchtragens_bei_maedchen_unter_14_jahren.pdf, Abruf am 07.04.2021
[9] Kiefer, Anette: "Die Rolle der Frau im Islam", in: planet-wissen.de, 26.06.2019, URL: https://www.planet-wissen.de/kultur/religion/islam/pwiedierollederfrauimislam100.html, Abruf am 18.04.2021
[10] Von Hein, Shabnam: "Das Herz der iranischen Zivilgesellschaft - die Frauenbewegung.", in: bpb.de, 24.04.2020, URL: https://www.bpb.de/internationales/asien/iran/308493/frauenbewegung-in-iran, Abruf am 18.04.2021
[11] Internationale Gesellschaft für Menschenrechte o.V.: "Frauen im Iran", in: igfm.de, URL: https://www.igfm.de/frauen-im-iran/, Abruf am: 18.04.2021
[12] Deutscher Bundestag, Parlamentsarchiv und Datenbank MdB-Stamm: "Durchschnittsalter.", in: bundestag.de, 30.11.2017, URL: https://www.bundestag.de/resource/blob/272474/4a216913aff5f5c25c41572257a57e4a/Kapitel_03_02_Durchschnittsalter-pdf-data.pdf, Abruf am: 29.04.2021
[13] Deutscher Bundestag: "Frauen und Männer.", in: bundestag.de, Januar 202, URL: https://www.bundestag.de/abgeordnete/biografien/mdb_zahlen_19/frauen_maenner-529508, Abruf am:29.04.2021
[14] FAZ o.V.: „Markus und sein Kreuz“, in faz.de, 01.06.2018, URL: https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/soeder-erlass-in-kraft-es-ist-ein-kreuz-15617604.html, Abruf am: 06.04.2021
[15] Gerichtshof der europäischen Union o.V.: "Vorstellung der Mitglieder.", in: curia.europa.eu, URL: https://curia.europa.eu/jcms/jcms/Jo2https://curia.europa.eu/jcms/jcms/Jo2_7026/de/_7026/de/, Abruf am 15.04.2021
(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich. (2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet! [1]
Kopftuchverbot
Über das Tragen eines Kopftuches wird in der Politik spätestens seit den Terroranschlägen in der westlichen Welt durch die Terrororganisation „IS“ wieder heftig diskutiert. Dieser kämpft für einen islamischen Staat, stellt also ein Extrem dar.
Man kann nur immer wieder hervorheben, dass der Islam als Religion und seine mehrheitlich friedlichen Anhänger nichts mit dem „IS“ zu tun haben. Seit den Anschlägen in Europa nahm die Angst vor dem Islam trotzdem deutlich zu, bei vielen etablierte sich diese Angst sogar als Islamfeindlichkeit, Stichwort: AfD.
Insbesondere das Kopftuch wurde als Resultat dessen vermehrt angegriffen.
Bereits in acht Ländern innerhalb der EU gibt es mittlerweile landesweite oder vereinzelte lokale Verbote. Frankreich und Deutschland gehören dazu [2].

Karte der EU-Länder mit einem Kopftuchverbot
Rosa = landesweites Kopftuchverbot
Gelb = lokale Kopftuchverbote
In Frankreich steht ein Gesetz zur Diskussion, bei dem es unter 18-jährigen Musliminnen nicht mehr gestattet wäre in der Schule oder anderen öffentlichen Plätzen ein Kopftuch zu tragen. Ein anderer Vorfall macht klar, dass Mütter, die auf Schulausflügen ein Kopftuch tragen, nicht länger geduldet werden. Auch hier wird in der Politik über ein Gesetz diskutiert [3].
Unter dem Hashtag #handsofmyhijab sprechen sich Frauen gegen diese Gesetzvorschläge aus.
Frankreich vollzieht den Laizismus, bei dem Religion eine Privatsache ist, und nichts in der Öffentlichkeit zu suchen habe. Weitere Begründung: Man wolle die republikanischen Prinzipien stärken.
In Deutschland gibt es ebenfalls je nach Bundesland vereinzelte Verbote des Kopftuches, wie in Berlin, wo explizit gilt, dass Lehrerinnen kein Kopftuch tragen dürfen [4].
Auch erwachsene, emanzipierte, mündige Frauen müssen sich leider in der Justiz dafür entscheiden, ob sie ihr Kopftuch tragen und damit ihre berufliche Zukunft aufgeben wollen, oder ob sie das Kopftuch ablegen, um in der Justiz tätig zu sein, auf Kosten ihrer eigenen Identität. Denn als Beamtin repräsentiere man den Staat und ein Kopftuch sei da einfach nicht drinnen.
Das neueste Gutachten des europäischen Gerichtshofs, Stand 25.02.2021, geht noch ein Schritt weiter, so dass sie ein Verbot des Hijabs am Arbeitsplatz jeglicher Berufsgruppen, als gerechtfertigt ansehen, wenn ein wirtschaftlicher Nachteil des Unternehmens nachzuweisen ist und andere großen religiösen Symbole verboten worden sind. Das heißt, sollten Kunden nicht länger in ein Geschäft kommen, da sie sich durch das Kopftuch gestört fühlen, kann der Arbeitgeber ein Kopftuchverbot verhängen. Statt auf das islamfeindliche Bild der Kunden aufmerksam zu machen, wird der muslimischen Frau mit Diskriminierung begegnet.
Kleinere Symbole seien dabei weiterhin erlaubt, wobei man sich nicht sicher sei, was man unter kleinen Symbolen verstehe. Aber eines wisse man: Das Kopftuch fällt, wie die jüdische Kippa unter die großen Symbole. Für Betroffene ist dies ein Problem, denn so ein Verhalten des Arbeitsgebers würde nicht länger unter das Antidiskriminierungsgesetz fallen [5]. Sich zur Wehr zu setzen würde schwerer fallen, denn der Staat steht auf der Seite des Arbeitgebers.
Unternehmerische Freiheit über das der menschlichen. Nichts Neues in der Bundesrepublik Deutschland, wo die Wirtschaft und die geliebte Bürokratie das höchste Gut zu sein scheint. Der wirtschaftliche Aspekt der betroffenen Frauen oder ihre beruflichen Chancen, sowie ihre Unabhängigkeit scheinen dabei in den Hintergrund zu rutschen.
Man drängt die betroffenen Frauen ins Private. Hier wird nach meiner Auffassung ein indirektes Berufsverbot verhängt, denn das Kopftuch abzulegen ist keine einfache Entscheidung.
So oder so sollte eine Frau aber nicht vor diese Wahl gestellt werden.
Geschichte des Kopftuches

Das Kopftuch auch Hijab genannt, wird von etwa ein Drittel der Islam angehörigen Frauen in Deutschland getragen. Dies ist laut einer Studie der BAMF aus 2009 die deutliche Minderheit.
90% der Kopftuch tragenden Frauen gaben als Grund an, das Kopftuch aufgrund ihres Glaubens zu tragen, aus freier Entscheidung.
Für sie stellt das Kopftuch eine Verbindung zu ihrer Herkunft und Allah dar. Das Kopftuch stärkt die Frauen in ihrer Identität [6].
In manchen Haushalten trugen bereits andere Frauen den Hijab, so wird die Entscheidung eher unbewusst gefällt, weil man einfach mit dieser Lebensweise aufgewachsen ist, man möchte die eigene Tradition aufrechterhalten.
Ein anderer Grund ist der Schutz, von dem die Frauen sprechen, wenn Männer sie anstarren. Das Kopftuch gibt ihnen das Gefühl beschützt zu werden, es verleiht ihnen ein Gefühl von Freiheit.
(Frauen sollten sich natürlich nicht an Männer anpassen müssen oder sich vor ihnen schützen müssen, vermehrt sollte man Jungen und Männer lehren, Frauen zu respektieren, und Gewalt an ihnen zu unterlassen.)
Eins wird bei Befragten deutlich: Die meisten Frauen, die das Kopftuch aus eigener Entscheidung tragen sind stolz darauf.
Die Medien, wie etwa Serien scheinen dabei eine andere Narrative zu unterstützen: Muslimische Frau mit Kopftuch realisiert durch ihre weißen, angeblich deutlich emanzipierteren Mitschüler wie schädlich das Kopftuch für ihre Freiheit ist, da es zwischen ihr und einen weißen Jungen steht (Élite, Netflix).
Auch weitere Gruppen von Menschen sprechen sich gegen das Tragen des Kopftuches aus, wie Feministinnen aus aller Welt, etwa die Gruppe "Terre des Femmes" oder Konservative der westlichen Welt. Die AfD beispielsweise argumentiert so häufig, dass jeglicher Ausdruck des Islams die deutsche Kultur verschandeln würde.
Tatsächlich ist das Tragen des Kopftuches unter Islamwissenschaftlern bestritten, denn nirgends im Quran steht ausdrücklich geschrieben, dass eine Frau dieses zu tragen hat und wie eine Bedeckung genau aussehe.
Einige interpretieren das Gebot so, dass nur Haare und Brust bedeckt werden müssen, so dass Gesicht und Hände noch sichtbar sind (Dâwûd, Sunan, Libâs, 34). Andere sehen die Ganzkörperverhüllung als angemessen an, bei der nur noch die Augen der Frau ersichtlich sind.
Historisch sollten sich die Frauen bedecken, um nach der Geschlechterreife ihre Scham zu bewahren und ihre Reize vor den Blick anderer Männer zu verstecken, um nicht von ihnen belästigt zu werden (Sure Ahzâb, 33:59Abû) [7]. Gleichzeitig konnte man früher auf einen Blick die Rolle der Frau erraten. Denn das Kopftuch signalisierte den Rang der Frau in der Gesellschaft. Hochrangige Frauen trugen das Kopftuch, während es Sklavinnen verboten war [8].
Männer konnten schnell erkennen, welche Frauen sie besser nicht belästigen.
Zur Geschichte des Kopftuches gehört leider tatsächlich auch die Unterdrückung, die auf viele Frauen ausgeübt wird und welche ich in keiner Weise ignorieren möchte. Diese Unterdrückung ist verstärkt auf die kulturellen Begebenheiten zurückzuführen, da der Islam als Religion Frau und Mann als bedingt gleichberechtigt ansieht [9]. Feste Geschlechterrollen gibt es trotz dessen.
Im Iran zum Beispiel ist das Kopftuch für alle Frauen Pflicht [10]. Oft besteht dort eine große Kluft zwischen den Geschlechtern, so dass die Frau kaum Rechte besitzt, Opfer von häuslicher und staatlicher Gewalt ist und hinsichtlich dessen auch nicht selbstbestimmt. Sie wird stattdessen fremdbestimmt, vom männlichen Geschlecht, dem Staat [11]. Aus Protest nehmen viele Frauen ihre Kopftücher sogar ab.
Auch in Deutschland gibt es Frauen, die zum Kopftuch gezwungen werden. Durch Gruppenzwang in der Schule oder durch das Elternhaus. Laut einigen Aussagen sei dies die Minderheit, wobei ich dazu leider keine Statistiken gefunden habe. Dabei steht es aber außer Frage, dass solche Fälle ebenfalls in unserer Gesellschaft existieren, und somit auch nicht kleinzureden sind.
Viele Frauen müssen sich allein um den Haushalt kümmern, sind gezwungen zu Hause zu bleiben, isoliert, denn arbeiten dürfen sie vielleicht nicht. Einige werden zur Heirat gedrängt und haben kein Mitspracherecht rund um ihre Sexualität, und wie sie diese ausleben möchten. Mit Selbstbestimmung oder Freiheit hat dies nichts zu tun. Nicht wenn entgegen des eigenen Willens Freiheit entzogen wird.
Doch was wenn auch der Staat die betroffenen Frauen nun ins Private drängt, sie zur Isolation zwingt, in die Rolle der Hausfrau, was wenn er gebildete Frauen in ihrer Berufswahl einschränkt, denn im Job ist sie mit ihrem Kopftuch nicht gewollt. Es sei denn sie putzt für uns die Toiletten.
Was wenn unser Staat die Frau ebenfalls fremdbestimmt. Ist ein Verbot dann nicht genauso moralisch unvertretbar, wie eine Pflicht? Beides läuft jedenfalls auf eines hinaus: Die muslimische Frau wird bestraft.
Mein Problem mit einem Kopftuchverbot
"Heuchelei"
Das in der Politik am weit verbreiteste Argument gegen das Kopftuch im Amt ist das Neutralitätsgesetz. Hierbei wird muslimischen Frauen scheinbar unterstellt, dass sie mit ihrem Kopftuch nicht neutral sein könnten.
Dabei könnte ich unserem Staat das gleiche unterstellen, denn das Konzept eines Staates ist etwas Abstraktes. Klar ist, der Staat wird von Menschen repräsentiert. Eine 100%-ige Neutralität ist natürlich nicht erreichbar, denn bedingt werden Entscheidungen aufgrund subjektiven Befindens getroffen. Eher handelt es sich in der westlichen Welt um Pseudoneutralität.
Man gibt sich neutral, während im Bundestags größtenteils dieselben Werte vermittelt werden, denn dort sitzen mehrheitlich weiße, ältere Männer, die in gewissen Maße mit denselben veralteten Werten aufgewachsen sind (Durchschnittsalter: 49,4; Männer: 486; Frauen: 223 [12], [13]). Durch fehlende Diversität sehe ich die Neutralität also stärker gefährdet, als wenn zur Abwechslung eine Frau mit Kopftuch im Amt vertreten ist. Je höher die Diversität, desto sicherer ist es, dass unterschiedliche Meinungen vertreten sind, was eine Neutralität erhöht.
Kopftuch tragenden Frauen zu verbieten, dass Kopftuch zu tragen, ist diskriminierend und hat nichts mit der Wahrung von Neutralität zu tun.
Vor allem nicht, wenn die führende Partei Deutschland das Wort „christlich“ in ihren Namen trägt und bis vor einigen Jahren noch die Ehe zwischen Gleichgeschlechtlichen blockierte - ganz nach der christlichen Auffassung. Für mich zeugt dies persönlich nicht von Neutralität, sondern gibt mir eher das Gefühl, dass wir in einer christlichen Gesellschaft leben, die für andere Religionen, Menschen, die nicht dem christlichen Weltbild entsprechen oder Atheisten wenig Platz lässt. Für mich ist dies Heuchelei, vor allem wenn Markus Söder 2016 noch beschloss, dass in Bayern von nun an das Kruzifix an allen Dienststellen anzubringen sei [14]. Bei der Argumentation um das Kopftuch wird darauf hingewiesen, dass es ein religiöses Symbol sei, Söder findet im Gegensatz dazu seinen Erlass sinnvoll, da das Kreuz für ihn kein religiöses Symbol sei, sondern einfach zur Identität von Bayern gehöre. Warum ist das mit dem Kopftuch anders? Ist diese Identitätswahrung nicht wichtig genug?
Mir geht es hier primär um die Heuchelei, die dieses Gesetz bestückt. Man biegt sich die Argumentation so hin, wie es einen gefällt, so dass ein doppelter Standard entsteht auf Kosten von Minderheiten, in diesem Beispiel Frauen mit Kopftuch.
"Mitspracherecht"
Der europäische Gerichtshof, welches das Gutachten herausgegeben hat, setzt sich zusammen aus 39 Mitgliedern.
Ich habe nachgezählt: 82% sind männlich, 18% sind Frauen [15] .
Wie kann es sein, dass ein Gutachten, welches Frauen mit Kopftuch betrifft beschlossen wird, ohne die betroffenen Frauen dazu zuziehen, geschweige denn ihnen zuzuhören. Es fehlt deutlich an einer Konversation zwischen den beiden Parteien. Ein Gutachten solcher Art sollte keine Legitimität zugesprochen werden, wenn vorher nicht alle Beteiligten in der Diskussion hinzugezogen wurden.
Wie kann es sein, dass für einen Entscheid, bei dem es um Frauen mit einem Kopftuch geht keine Frau mit Kopftuch zu Wort kommt?
"My body is not a political playground. It's not a place for legislation."
- Samirah Raheem
Jede Frau sollte selbst über ihren eigenen Körper entscheiden können.
"Feminismus und Kopftuch sind nicht miteinander vereinbar"
Online, aber auch anderweitig äußern sich einige Feministinnen negativ über das Kopftuch.
Sie fokussieren sich hier primär auf die Unterdrückung der Frau, die meist dem Islam zugeordnet wird. (Wobei diese Unterdrückung natürlich auch im christlichen Rahmen zu finden ist.)
Frauen würden zum Kopftuch tragen gezwungen werden, seien wenig emanzipiert und könnten ihre Meinung nicht äußern.
In der islamischen Kultur innerhalb Deutschlands und das will ich unter keinen Umständen leugnen gibt es Fälle von unterdrückten Frauen und auch in anderen, islamisch geprägten Ländern stehen den Frauen wenig Rechte zu. Sie haben wenig Möglichkeiten sich kritisch zu äußern oder werden schlichtweg ignoriert.
Dabei sind Feministinnen selbst davon überzeugt, dass sie besser wüssten, was muslimische Frauen benötigen. Man spricht den muslimischen Frauen mit Kopftuch die Mündigkeit ab und stellt sie selbst in einem Licht, so dass sie nicht selbst ihre Meinung äußern könnten, oder nicht wissen würden, was das Beste für sie sei. Man bevormundet sie.
Dabei sind die meisten muslimischen Frauen in Deutschland gebildet, emanzipiert und tragen das Kopftuch aus freier Entscheidung, weil sie sich dadurch befreit fühlen. Jede Frau sollte selbst entscheiden, was für sie das Wort Freiheit bedeutet. Für einige ist es das Kopftuch für andere ist es ohne BH aus dem Haus zu gehen. Muslimische Frauen müssen bei uns trotz dessen immer wieder ihre eigene Emanzipation beweisen und Frauen mit Kopftuch versucht man diese Emanzipation sogar regelrecht abzusprechen.
Allgemein würde ein Verbot des Kopftuches meiner Meinung nach nicht die betroffenen Frauen vor Unterdrückung "retten", da wir noch immer in einer patriarchalischen Gesellschaft leben, in der Unterdrückung systematisch herbeigeführt wird. Eher würde man betroffene Frauen ins Private drängen, wo eine gefährliche Abhängigkeit zum Ehemann entsteht, was eventuelle psychische und körperliche Ausbeutung begünstigt.
Quellen:
[1] Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, o.V.: "Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland Art 4", in: gesetze-im-internet.de, URL: https://www.gesetze-im-internet.de/gg/https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_4.htmlart_4.html, Abruf am: 05.04.2021
[2] Röhlig, Marc: "Diese 6 Länder in der EU haben noch kein Kopftuchverbot diskutiert", in: spiegel.de, 28.04.2018, URL: https://www.spiegel.de/panorama/kopftuchverbot-in-europa-das-sind-die-6-einzigen-eu-laender-ohne-burka-debatte-a-00000000-0003-0001-0000-000002325569, Abruf am: 06.04.2021
[3] IslamiQ o.V.: "#HandsOffMyHijab – Frankreich streitet über ein Kopftuchverbot.", in: islamiq.de, 10.04.2021, URL: https://www.islamiq.de/2021/04/10/frankreich-streitet-ueber-ein-kopftuchverbot/, Abruf am: 26.04.2021
[4],[6] Mediendienst Integration o.V.: „Islam und Muslime“, in mediendienst-integration, URL: https://mediendienst-integration.de/gruppen/islam-und-muslime.html, Abruf am 15.04.2021
[5] Tagesschau o.V.: "Kopftuch - Verbot am Arbeitsplatz ist zulässig", in: tagesschau.de, 25.02.2021, URL: https://www.tagesschau.de/ausland/kopftuch-arbeitsplatz-eugh-101.html, Abruf am: 06.04.2021
[7] IslamiQ o.V.: „Warum muslimische Frauen ein Kopftuch tragen“, in: islamiq.de, 18.04.2015, URL: https://www.islamiq.de/2015/04/18/warum-muslimische-frauen-ein-kopftuch-tragen/#_ftn3, Abruf am: 15.04.2021
[8] Prof. Dr. Uslucan, Haci-Halil/Prof. Dr. Khorchide, Mouhanad: „Gutachten zur Frage des Kopftuchtragens von Mädchen unter 14 Jahren“, S.23, in: mkffi.nrw, URL: https://www.mkffi.nrw/sites/default/files/asset/document/gutachten_zu_der_frage_des_kopftuchtragens_bei_maedchen_unter_14_jahren.pdf, Abruf am 07.04.2021
[9] Kiefer, Anette: "Die Rolle der Frau im Islam", in: planet-wissen.de, 26.06.2019, URL: https://www.planet-wissen.de/kultur/religion/islam/pwiedierollederfrauimislam100.html, Abruf am 18.04.2021
[10] Von Hein, Shabnam: "Das Herz der iranischen Zivilgesellschaft - die Frauenbewegung.", in: bpb.de, 24.04.2020, URL: https://www.bpb.de/internationales/asien/iran/308493/frauenbewegung-in-iran, Abruf am 18.04.2021
[11] Internationale Gesellschaft für Menschenrechte o.V.: "Frauen im Iran", in: igfm.de, URL: https://www.igfm.de/frauen-im-iran/, Abruf am: 18.04.2021
[12] Deutscher Bundestag, Parlamentsarchiv und Datenbank MdB-Stamm: "Durchschnittsalter.", in: bundestag.de, 30.11.2017, URL: https://www.bundestag.de/resource/blob/272474/4a216913aff5f5c25c41572257a57e4a/Kapitel_03_02_Durchschnittsalter-pdf-data.pdf, Abruf am: 29.04.2021
[13] Deutscher Bundestag: "Frauen und Männer.", in: bundestag.de, Januar 202, URL: https://www.bundestag.de/abgeordnete/biografien/mdb_zahlen_19/frauen_maenner-529508, Abruf am:29.04.2021
[14] FAZ o.V.: „Markus und sein Kreuz“, in faz.de, 01.06.2018, URL: https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/soeder-erlass-in-kraft-es-ist-ein-kreuz-15617604.html, Abruf am: 06.04.2021
[15] Gerichtshof der europäischen Union o.V.: "Vorstellung der Mitglieder.", in: curia.europa.eu, URL: https://curia.europa.eu/jcms/jcms/Jo2https://curia.europa.eu/jcms/jcms/Jo2_7026/de/_7026/de/, Abruf am 15.04.2021
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