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Bohèmen Spezial
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Die Chroniken von Natura
Die Chroniken von Natura

Ein Interview mit laemta_books
Lara erschafft mit Hilfe ihrer Fantasie Welten, angeregt durch Mythologie und das Reich der Bücher, die ihr als Inspirationsquelle dienen. Ihre Leidenschaft teilt sie zusammen mit anderen Bücherwürmern auf Instagram unter laemta_books. In ihrer Geschichte “die Chroniken von Natura” geht es um ein menschliches Mädchen namens Marle, die von dem irdischen Leben in eine ihr unbekannte, unbegreifliche Welt voller magischer Wesen gelangt, wo Bäume sich durch ihre Singstimmen Wege ebnen, um ganze Häuser und Dörfer zu errichten. Marle ist die Auserwählte, die den einst gutherzigen Kezir, der nun zu der bedrohlichsten Gefahr Naturas geworden ist, zur Besinnung bringen soll. Zusammen mit drei weiteren Helden zieht sie los, um das Schicksal Naturas zum Guten zu wenden.
Welche Autoren würdest du empfehlen?
L: Da muss ich ganz klassisch mit Tolkien (Herr der Ringe) antworten und mit Robin Hobb (Die Weitseher-Trilogie). Die beiden sind meine liebsten Autoren, was Fantasy angeht.
Tolkien hat eine riesige komplexe Welt erschaffen, das hört ja bei "Herr der Ringe" nicht auf, es gibt so viele weitere Texte von ihm. Man merkt einfach, dass er Sprachen studiert hat. Dadurch schafft er es seinen Geschichten eine eigene Tiefe und Realität zu geben, da auch immer wieder Lieder gesungen werden. Mal zum Volk oder zur Situation passende einfache Lieder und Mal welche, die viel komplexer sind. Tolkien schafft es einfach bereits durch die verschiedenen Sprachen und Lieder Charaktereigenschaften zu schaffen
Und Robin Hobb hat eine unglaubliche Liebe zum Detail. Ihre Bücher sind wahnsinnig dick und trotzdem liebe ich jede einzelne Seite davon, da die ganzen kleinen Nebenhandlungen nie unnötig erscheinen. Man begleitet den Protagonisten Fitz durch sein gesamtes Leben und dabei beschreibt sie ihn so authentisch: Als jemanden, der ganz und gar nicht perfekt ist, aber trotzdem immer weiter aus seinen Fehlern lernt oder manchmal auch noch in alte Muster verfällt. Auch die Details ihrer Welt erleichtern es dem Leser in die Bücher einzutauchen.
Sind das dann auch deine größten Inspirationen?
L: Ja, also gerade durch Tolkien, durch "Herr der Ringe" bin ich zum Lesen gekommen. Ich habe vorher schon immer ein bisschen gelesen, aber durch "Herr der Ringe" wurde ich dann zum Bücherwurm.
Dadurch, dass ich durch Tolkien zum Lesen gekommen bin, habe ich durch ihn auch die unterschiedlichsten Völker: Elben, Zwerge, Orks, Hobbits etc. kennen gelernt und die haben mir unglaublich gut gefallen. Diese Wesen in Kombination mit der detaillierten Welt haben dafür gesorgt, dass ich auch etwas in der Richtung erschaffen wollte
Was sind dein Lieblingsbücher?
L: "Herr der Ringe" und dann die Bücher von Robin Hobb, also die "Weitseher-Trilogie" und "der Name des Windes". Das war auch ein gutes Fantasybuch.
Alle drei Reihen sind sehr gut ausgearbeitet. Bei denen ist alles stimmig, alle haben unterschiedliche Magiesysteme, die aber alle unglaublich faszinierend sind. Fantasy Welten, gerade mittelalterliche, sind schwer zu erstellen, da es so viel gibt, worauf man achten muss, damit es für den Leser authentisch bleibt. Es kommt oft auf kleine Details an, durch die die Geschichte im Kopf zur Realität wird. Und das gelingt ihr in ihren Bücher sehr gut.
Und ein Non-Fantasy Buch, da würde ich sagen "Ein wenig Leben".
Das Buch hat mir zwar total das Herz zerrissen, in allen möglichen Arten und Weisen und ich weiß auch nicht, ob ich das jeden empfehlen würde, Trigger Warnung: es geht um Depressionen und Misshandlung, aber die Freundschaft ist so eng und der Zusammenhalt so toll.
Was haben dich diese Bücher gelehrt?
L: Also hauptsächlich immer weitermachen und nicht aufgeben, auch wenn es gerade mal schwer ist und dann, nicht nur in "Ein wenig Leben", sondern in allen Büchern ist mir auch die Freundschaft immer sehr wichtig.
Was ist dein Lieblingszitat in einem Buch?
"There was nothing more respectable and dangerous than a woman of confidence."
L: Das ist aus "We hunt the flame". Die Protagonistin in dem Buch hat mir besonders gut gefallen, weil sie einen sehr starken Charakter hat und immer weiter macht, nie aufgibt. Und das stellt ja auch das Zitat dar. Dass man selbstbewusst sein muss, sich nicht klein machen sollte.
Warst du bereits ein fantasievolles Kind? Wie hat sich das geäußert?
L: Ja, also ich würde schon sagen, dass ich ein fantasievolles Kind war. Ich habe viel gebastelt. Und bin mit Freunden immer im Wald gewesen und habe Abenteuer gespielt, da hat man sich Stöcker gesucht und damit ein Schwertkampf veranstaltet. Oder irgendwelche Steine gefunden, die dann ein bisschen anders aussahen und das war dann ein magisches Relikt.
Ich habe auch schon in der Grundschule mit dem Schreiben angefangen. Also ziemlich früh.
War das auch schon immer dein Kindheitstraum, Schriftstellerin zu werden?
L: Nee, also ich glaube früher habe ich das auch gar nicht verstanden, dass das ein Job sein kann, das war einfach nur: "Ich habe jetzt gerade eine Idee und Lust irgendetwas zu schreiben"
Ist das Schreiben für dich eine Art Flucht in eine andere Welt?
L: Ja, schon. Das ist ja komplett einmal aus dem Alltag verschwinden. Und die Welt kann ich ja auch komplett nach meinen Vorstellungen und meinen Wünschen kreieren.
Fühlst du dich dabei auch manchmal allein?
L: Nee, ich habe ja meine Charaktere. Die sind immer bei mir.
Womit setzt du dich auseinander, um dich inspirieren zu lassen?
L: Viel mit Mythologie. Ich habe auch viele Bücher, die sich um nordische Wesen drehen oder über Drachen, zum Beispiel asiatische. Die Bücher sind sehr informativ, denn in meiner Geschichte gibt es auch unterschiedliche Länder mit unterschiedlichen Kulturen und dann kann man sich an den bestehenden Kulturen inspirieren lassen.
Wie erfindest du andere Wesen? Überkommt dich eine plötzliche Vision oder erbaust du dir die Figuren durch Beeinflussung anderer Bücher oder Mythen?
L: Damals fand ich die Elben bei "Herr der Ringe" natürlich total toll. Und dann wollte ich sie auch in meine Geschichten einbauen. Aber ich fand das irgendwie unangebracht, sie auch Elben zu nennen. Und dann habe ich sie mal bei Wikipedia gegoogelt und da stand, dass man sie auch Alben nennen kann und daher kommt der Name (Alben sind in Laras Geschichte elfenartige Wesen ohne Flügel). Der Rest kommt dann auch durch die ganzen Mythologien. Ich habe auch mal recherchiert, welche magischen oder mythologischen Wesen in welchen Ländern am bekanntesten sind und habe mir dafür immer Notizen gemacht und für manche Wesen, da war einfach die Idee im Kopf, die ich dann ausgebaut habe.
Wie sieht für dich dein Schreibprozess aus?
L: Also, ich habe früher einfach nur drauf los geschrieben, inzwischen ist bei mir aber alles Planung. Ich habe fast alle Kapitel grob durchgeplant. Also meistens, während ich schreibe, fallen mir Sachen ein, die ich dann noch aufschreibe und dann nimmt die Geschichte ein bisschen ihren eigenen Lauf. Aber so grob ist sie komplett durchgeplant. Und dann mache ich mir im Hintergrund Filmmusik and und öffne den Laptop und habe da dann auf der einen Seite meine ganzen Dokumente mit Charakterprofilen und Welten und Kapitelübersichten und auf der anderen Seite mein Schreibdokument, wo ich dann immer hin und her gucken kann, wenn ich mal was brauche.
Schreibst du dann immer alleine?
L: Ich nehme zum Beispiel an Schreib-Livestreams auf YouTube teil. Also die live-streamen sich während sie schreiben (beispielsweise Abbie Emmons) und dann schreibe ich währenddessen auch. Das ist richtig motivierend. Dann lässt man sich nicht so leicht ablenken.
Musst du dich auch manchmal dazu zwingen zu schreiben?
L: Manchmal zwinge ich mich auch ein bisschen dazu. "Jetzt krieg mal deinen Arsch hoch und setz dich an dein Laptop", so nach dem Motto, aber wenn ich merke ach nee heute geht das nicht, heute habe ich gar keine Lust, dann schreib ich auch nicht.
Gibt es auch Momente, wo du aufgeben möchtest, beziehungsweise, wenn das der Fall ist, wie machst du dann trotzdem weiter?
L: Also ich führe mir dann immer vor Augen, was ich schon alles geschafft habe. Ich habe schon einige Kapitel geschrieben und auch schon den ganzen Plan gemacht. Und da ist schon so einiges an Arbeit eingeflossen. Und dann denke ich auch immer an die Charaktere. Meine Charaktere helfen mir da auch weiter, weil deren Geschichte habe ich entwickelt und die will ich jetzt auch erzählen. Das motiviert mich dann immer weiterzumachen.
Gibt es etwas, dass du den Leuten, die noch immer beim Schreiben zögern, sagen möchtest?
L: Einfach machen. Einfach drauflos schreiben. Man lernt mit der Zeit. Es wird immer besser. Also wenn ich mir Texte durchlese von vor zwei Jahren, die klingen vom Schreibstil ganz anders. Und da denke ich mir dann immer: Das würde ich jetzt nicht mehr so machen, aber dadurch entwickelt man sich ja immer weiter. Lesen hilft auch viel, da man dadurch sieht, was andere machen, was einen dabei gefällt, was einem nicht gefällt und ja einfach schreiben, selbst wenn es nur ein paar Sätze sind. Man muss es auch niemanden zeigen. Man kann es auch nur für sich selbst machen.
Warum schreibst du Chroniken von Natura? Hat dich irgendetwas spezifisch inspiriert? Wie kam dir die Idee?
L: Manche Charaktere kann man vom eigenen Leben inspirieren lassen. Wenn irgendeine Person viel redet, dann kann man das in die Charaktere einfließen lassen und auch bei Reisen, wenn man Landschaften sieht, die man total toll findet, dann kann man in der Geschichte die Landschaften auch so anpassen. Ansonsten bei dem allerersten Entwurf, habe ich mich hauptsächlich von den Büchern inspirieren lassen, die ich zu dem Zeitpunkt auch gelesen habe. Zum Beispiel "Herr der Ringe" oder "Eragon".
Hast du auch manchmal Angst, dass du dich zu sehr von anderen Büchern inspirieren lässt?
L: Ja, hatte ich teilweise. Als ich die Entwürfe überarbeitet habe, habe ich mir gedacht: Hm, kann ich das jetzt so drin lassen oder nicht? Oder ist das zu viel abgeguckt?
Im nach hinein waren das dann nur kleine Aspekte, die auch in mehreren anderen Büchern zu finden waren.
Ich meine, man kann ja auch nicht alles neu erfinden, da man vieles unterbewusst auch schon im Kopf hat.
Was sind deine Ziele als junge Autorin?
L: Mein erstes Ziel ist hauptsächlich, dass ich meine Geschichte fertig schreibe. Bei so einer langen Geschichte habe ich das noch nie geschafft. Kurzgeschichten habe ich schon einmal fertig geschrieben, aber sowas langes noch nie. Später vielleicht noch einmal an einen Verlag schicken und gucken was dabei rumkommt, ansonsten vielleicht selbst veröffentlichen. Aber auf jeden Fall bleibt das hobbymäßig.
Wie gehst du mit Selbstzweifeln um?
L: Meistens lesen. Also ich lese mir die Kapitel immer durch und dann gucke ich, ob das gut ist. Dann erstmal liegen lassen und irgendwas anderes machen und später nochmal raufgucken. Und dann, wenn ich dann immer noch sage: Nee, das mag ich nicht, dann nochmal überarbeiten. Manchmal würde ich das Kapitel eventuell noch einmal neu anfangen und dann gucken was man von dem Alten übernehmen kann.
Fürchtest du dich vor dem Fortschreiten der Digitalisierung und dem Verändern von Sprache, die eine negative Auswirkung auf dem Buchmarkt hat?
L: Also was ich zur Sprache sagen kann: Es wäre schade, wenn in den Büchern viel Alltagssprache genutzt wird, wenn nicht mehr so viel Wert gelegt wird, darauf, wie sich ausgedrückt wird. Aber das hatte ich bisher in Büchern noch nie. Deswegen habe ich da jetzt nicht große Angst vor. Ansonsten, wenn es irgendwann keine Prints mehr gibt, sondern nur noch E-Books. Das wäre schade. Aber im Moment gibts da auch noch genug Leute, die ihr Buch im Bücherregal stehen haben wollen, also mache ich mir da auch noch nicht so große Sorgen.
Warum sollte man deine Geschichte lesen?
L: Alle Fantasy Fans sollten es lesen, weil sie in eine neue Welt eintauchen, interessante Charaktere kennen lernen und diese auf einem spannenden Abenteuer begleiten werden. Von Drachen über Elfen und Zwerge bis hin zu exotischeren Fabelwesen ist dort alles zu finden.
Ein Interview mit laemta_books
Lara erschafft mit Hilfe ihrer Fantasie Welten, angeregt durch Mythologie und das Reich der Bücher, die ihr als Inspirationsquelle dienen. Ihre Leidenschaft teilt sie zusammen mit anderen Bücherwürmern auf Instagram unter laemta_books. In ihrer Geschichte “die Chroniken von Natura” geht es um ein menschliches Mädchen namens Marle, die von dem irdischen Leben in eine ihr unbekannte, unbegreifliche Welt voller magischer Wesen gelangt, wo Bäume sich durch ihre Singstimmen Wege ebnen, um ganze Häuser und Dörfer zu errichten. Marle ist die Auserwählte, die den einst gutherzigen Kezir, der nun zu der bedrohlichsten Gefahr Naturas geworden ist, zur Besinnung bringen soll. Zusammen mit drei weiteren Helden zieht sie los, um das Schicksal Naturas zum Guten zu wenden.
Welche Autoren würdest du empfehlen?
L: Da muss ich ganz klassisch mit Tolkien (Herr der Ringe) antworten und mit Robin Hobb (Die Weitseher-Trilogie). Die beiden sind meine liebsten Autoren, was Fantasy angeht.
Tolkien hat eine riesige komplexe Welt erschaffen, das hört ja bei "Herr der Ringe" nicht auf, es gibt so viele weitere Texte von ihm. Man merkt einfach, dass er Sprachen studiert hat. Dadurch schafft er es seinen Geschichten eine eigene Tiefe und Realität zu geben, da auch immer wieder Lieder gesungen werden. Mal zum Volk oder zur Situation passende einfache Lieder und Mal welche, die viel komplexer sind. Tolkien schafft es einfach bereits durch die verschiedenen Sprachen und Lieder Charaktereigenschaften zu schaffen
Und Robin Hobb hat eine unglaubliche Liebe zum Detail. Ihre Bücher sind wahnsinnig dick und trotzdem liebe ich jede einzelne Seite davon, da die ganzen kleinen Nebenhandlungen nie unnötig erscheinen. Man begleitet den Protagonisten Fitz durch sein gesamtes Leben und dabei beschreibt sie ihn so authentisch: Als jemanden, der ganz und gar nicht perfekt ist, aber trotzdem immer weiter aus seinen Fehlern lernt oder manchmal auch noch in alte Muster verfällt. Auch die Details ihrer Welt erleichtern es dem Leser in die Bücher einzutauchen.
Sind das dann auch deine größten Inspirationen?
L: Ja, also gerade durch Tolkien, durch "Herr der Ringe" bin ich zum Lesen gekommen. Ich habe vorher schon immer ein bisschen gelesen, aber durch "Herr der Ringe" wurde ich dann zum Bücherwurm.
Dadurch, dass ich durch Tolkien zum Lesen gekommen bin, habe ich durch ihn auch die unterschiedlichsten Völker: Elben, Zwerge, Orks, Hobbits etc. kennen gelernt und die haben mir unglaublich gut gefallen. Diese Wesen in Kombination mit der detaillierten Welt haben dafür gesorgt, dass ich auch etwas in der Richtung erschaffen wollte
Was sind dein Lieblingsbücher?
L: "Herr der Ringe" und dann die Bücher von Robin Hobb, also die "Weitseher-Trilogie" und "der Name des Windes". Das war auch ein gutes Fantasybuch.
Alle drei Reihen sind sehr gut ausgearbeitet. Bei denen ist alles stimmig, alle haben unterschiedliche Magiesysteme, die aber alle unglaublich faszinierend sind. Fantasy Welten, gerade mittelalterliche, sind schwer zu erstellen, da es so viel gibt, worauf man achten muss, damit es für den Leser authentisch bleibt. Es kommt oft auf kleine Details an, durch die die Geschichte im Kopf zur Realität wird. Und das gelingt ihr in ihren Bücher sehr gut.
Und ein Non-Fantasy Buch, da würde ich sagen "Ein wenig Leben".
Das Buch hat mir zwar total das Herz zerrissen, in allen möglichen Arten und Weisen und ich weiß auch nicht, ob ich das jeden empfehlen würde, Trigger Warnung: es geht um Depressionen und Misshandlung, aber die Freundschaft ist so eng und der Zusammenhalt so toll.
Was haben dich diese Bücher gelehrt?
L: Also hauptsächlich immer weitermachen und nicht aufgeben, auch wenn es gerade mal schwer ist und dann, nicht nur in "Ein wenig Leben", sondern in allen Büchern ist mir auch die Freundschaft immer sehr wichtig.
Was ist dein Lieblingszitat in einem Buch?
"There was nothing more respectable and dangerous than a woman of confidence."
L: Das ist aus "We hunt the flame". Die Protagonistin in dem Buch hat mir besonders gut gefallen, weil sie einen sehr starken Charakter hat und immer weiter macht, nie aufgibt. Und das stellt ja auch das Zitat dar. Dass man selbstbewusst sein muss, sich nicht klein machen sollte.
Warst du bereits ein fantasievolles Kind? Wie hat sich das geäußert?
L: Ja, also ich würde schon sagen, dass ich ein fantasievolles Kind war. Ich habe viel gebastelt. Und bin mit Freunden immer im Wald gewesen und habe Abenteuer gespielt, da hat man sich Stöcker gesucht und damit ein Schwertkampf veranstaltet. Oder irgendwelche Steine gefunden, die dann ein bisschen anders aussahen und das war dann ein magisches Relikt.
Ich habe auch schon in der Grundschule mit dem Schreiben angefangen. Also ziemlich früh.
War das auch schon immer dein Kindheitstraum, Schriftstellerin zu werden?
L: Nee, also ich glaube früher habe ich das auch gar nicht verstanden, dass das ein Job sein kann, das war einfach nur: "Ich habe jetzt gerade eine Idee und Lust irgendetwas zu schreiben"
Ist das Schreiben für dich eine Art Flucht in eine andere Welt?
L: Ja, schon. Das ist ja komplett einmal aus dem Alltag verschwinden. Und die Welt kann ich ja auch komplett nach meinen Vorstellungen und meinen Wünschen kreieren.
Fühlst du dich dabei auch manchmal allein?
L: Nee, ich habe ja meine Charaktere. Die sind immer bei mir.
Womit setzt du dich auseinander, um dich inspirieren zu lassen?
L: Viel mit Mythologie. Ich habe auch viele Bücher, die sich um nordische Wesen drehen oder über Drachen, zum Beispiel asiatische. Die Bücher sind sehr informativ, denn in meiner Geschichte gibt es auch unterschiedliche Länder mit unterschiedlichen Kulturen und dann kann man sich an den bestehenden Kulturen inspirieren lassen.
Wie erfindest du andere Wesen? Überkommt dich eine plötzliche Vision oder erbaust du dir die Figuren durch Beeinflussung anderer Bücher oder Mythen?
L: Damals fand ich die Elben bei "Herr der Ringe" natürlich total toll. Und dann wollte ich sie auch in meine Geschichten einbauen. Aber ich fand das irgendwie unangebracht, sie auch Elben zu nennen. Und dann habe ich sie mal bei Wikipedia gegoogelt und da stand, dass man sie auch Alben nennen kann und daher kommt der Name (Alben sind in Laras Geschichte elfenartige Wesen ohne Flügel). Der Rest kommt dann auch durch die ganzen Mythologien. Ich habe auch mal recherchiert, welche magischen oder mythologischen Wesen in welchen Ländern am bekanntesten sind und habe mir dafür immer Notizen gemacht und für manche Wesen, da war einfach die Idee im Kopf, die ich dann ausgebaut habe.
Wie sieht für dich dein Schreibprozess aus?
L: Also, ich habe früher einfach nur drauf los geschrieben, inzwischen ist bei mir aber alles Planung. Ich habe fast alle Kapitel grob durchgeplant. Also meistens, während ich schreibe, fallen mir Sachen ein, die ich dann noch aufschreibe und dann nimmt die Geschichte ein bisschen ihren eigenen Lauf. Aber so grob ist sie komplett durchgeplant. Und dann mache ich mir im Hintergrund Filmmusik and und öffne den Laptop und habe da dann auf der einen Seite meine ganzen Dokumente mit Charakterprofilen und Welten und Kapitelübersichten und auf der anderen Seite mein Schreibdokument, wo ich dann immer hin und her gucken kann, wenn ich mal was brauche.
Schreibst du dann immer alleine?
L: Ich nehme zum Beispiel an Schreib-Livestreams auf YouTube teil. Also die live-streamen sich während sie schreiben (beispielsweise Abbie Emmons) und dann schreibe ich währenddessen auch. Das ist richtig motivierend. Dann lässt man sich nicht so leicht ablenken.
Musst du dich auch manchmal dazu zwingen zu schreiben?
L: Manchmal zwinge ich mich auch ein bisschen dazu. "Jetzt krieg mal deinen Arsch hoch und setz dich an dein Laptop", so nach dem Motto, aber wenn ich merke ach nee heute geht das nicht, heute habe ich gar keine Lust, dann schreib ich auch nicht.
Gibt es auch Momente, wo du aufgeben möchtest, beziehungsweise, wenn das der Fall ist, wie machst du dann trotzdem weiter?
L: Also ich führe mir dann immer vor Augen, was ich schon alles geschafft habe. Ich habe schon einige Kapitel geschrieben und auch schon den ganzen Plan gemacht. Und da ist schon so einiges an Arbeit eingeflossen. Und dann denke ich auch immer an die Charaktere. Meine Charaktere helfen mir da auch weiter, weil deren Geschichte habe ich entwickelt und die will ich jetzt auch erzählen. Das motiviert mich dann immer weiterzumachen.
Gibt es etwas, dass du den Leuten, die noch immer beim Schreiben zögern, sagen möchtest?
L: Einfach machen. Einfach drauflos schreiben. Man lernt mit der Zeit. Es wird immer besser. Also wenn ich mir Texte durchlese von vor zwei Jahren, die klingen vom Schreibstil ganz anders. Und da denke ich mir dann immer: Das würde ich jetzt nicht mehr so machen, aber dadurch entwickelt man sich ja immer weiter. Lesen hilft auch viel, da man dadurch sieht, was andere machen, was einen dabei gefällt, was einem nicht gefällt und ja einfach schreiben, selbst wenn es nur ein paar Sätze sind. Man muss es auch niemanden zeigen. Man kann es auch nur für sich selbst machen.
Warum schreibst du Chroniken von Natura? Hat dich irgendetwas spezifisch inspiriert? Wie kam dir die Idee?
L: Manche Charaktere kann man vom eigenen Leben inspirieren lassen. Wenn irgendeine Person viel redet, dann kann man das in die Charaktere einfließen lassen und auch bei Reisen, wenn man Landschaften sieht, die man total toll findet, dann kann man in der Geschichte die Landschaften auch so anpassen. Ansonsten bei dem allerersten Entwurf, habe ich mich hauptsächlich von den Büchern inspirieren lassen, die ich zu dem Zeitpunkt auch gelesen habe. Zum Beispiel "Herr der Ringe" oder "Eragon".
Hast du auch manchmal Angst, dass du dich zu sehr von anderen Büchern inspirieren lässt?
L: Ja, hatte ich teilweise. Als ich die Entwürfe überarbeitet habe, habe ich mir gedacht: Hm, kann ich das jetzt so drin lassen oder nicht? Oder ist das zu viel abgeguckt?
Im nach hinein waren das dann nur kleine Aspekte, die auch in mehreren anderen Büchern zu finden waren.
Ich meine, man kann ja auch nicht alles neu erfinden, da man vieles unterbewusst auch schon im Kopf hat.
Was sind deine Ziele als junge Autorin?
L: Mein erstes Ziel ist hauptsächlich, dass ich meine Geschichte fertig schreibe. Bei so einer langen Geschichte habe ich das noch nie geschafft. Kurzgeschichten habe ich schon einmal fertig geschrieben, aber sowas langes noch nie. Später vielleicht noch einmal an einen Verlag schicken und gucken was dabei rumkommt, ansonsten vielleicht selbst veröffentlichen. Aber auf jeden Fall bleibt das hobbymäßig.
Wie gehst du mit Selbstzweifeln um?
L: Meistens lesen. Also ich lese mir die Kapitel immer durch und dann gucke ich, ob das gut ist. Dann erstmal liegen lassen und irgendwas anderes machen und später nochmal raufgucken. Und dann, wenn ich dann immer noch sage: Nee, das mag ich nicht, dann nochmal überarbeiten. Manchmal würde ich das Kapitel eventuell noch einmal neu anfangen und dann gucken was man von dem Alten übernehmen kann.
Fürchtest du dich vor dem Fortschreiten der Digitalisierung und dem Verändern von Sprache, die eine negative Auswirkung auf dem Buchmarkt hat?
L: Also was ich zur Sprache sagen kann: Es wäre schade, wenn in den Büchern viel Alltagssprache genutzt wird, wenn nicht mehr so viel Wert gelegt wird, darauf, wie sich ausgedrückt wird. Aber das hatte ich bisher in Büchern noch nie. Deswegen habe ich da jetzt nicht große Angst vor. Ansonsten, wenn es irgendwann keine Prints mehr gibt, sondern nur noch E-Books. Das wäre schade. Aber im Moment gibts da auch noch genug Leute, die ihr Buch im Bücherregal stehen haben wollen, also mache ich mir da auch noch nicht so große Sorgen.
Warum sollte man deine Geschichte lesen?
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