josies werke.

Kein Titel

Kein Titel

Überintellektualisieren Übersexualisieren
Ich frage mich woher meine Neurose kommt
Dass meine Haare
Immer blonder strahlen müssen
Wenn ich in den Spiegel schau

Ich mich in meiner Traurigkeit suhle
Und über Frauen mit goldenen Dauerwellen
in schwarz weiß Filmen fantasiere
Ich ein Leben voller Tragik

und zerplatzter Träume
ausgeschmückt mit Exzessen
Tanzend unter Palmenblättern
gen Hollywood romantisiere

Es haben sich zwei akademische Herren
Über mein Werk am Telefon gestritten
In ihren mit Stuck verzierten reichen Stuben
Danach habe ich alle Seiten zerrissen
Der eine fragte war sie hübsch
er wisse nicht
woher sonst die Schwärmerei
des Anderen herrühre

Mein Gesicht ist mit Glitzer versehen
In digitalen Sphären
Versuche ich mich zu meißeln
Wie ich mich für dich meißle Weiße Statue

Unecht, wunderschön
Schleichend auf Zehenspitzen
Gekleidet in Tutus

Medial geprägt
von Frauen mit rasiertem Kopf
Torkelnde, leblose Körper

mit dickem Lidstrich auf ihrer Haut
Die mit großer Stimme in ihr Grab fiel
Und Marilyn -

Meine Mutter sprach in
Verschlüsselter Sprache als ich klein war
Nun habe ich sie entschlüsselt

Die Weiblichkeit
In dem politischen Raum ihrer Küche
sie überreichte mir eine Frucht —
Traum Knospen gedeihen in meinen Händen

Wenn ich so darüber nachdenke
Möchte ich mich Häuten
Dem Drang nachgeben

Der in mir verwachsen ist
Der Blickwinkel, das Verhängnis
des männlichen Narrativs

Überintellektualisieren Übersexualisieren
Ich frage mich woher meine Neurose kommt
Dass meine Haare
Immer blonder strahlen müssen
Wenn ich in den Spiegel schau

Ich mich in meiner Traurigkeit suhle
Und über Frauen mit goldenen Dauerwellen
in schwarz weiß Filmen fantasiere
Ich ein Leben voller Tragik
und zerplatzter Träume
ausgeschmückt mit Exzessen
Tanzend unter Palmenblättern
gen Hollywood romantisiere

Es haben sich zwei akademische Herren
Über mein Werk am Telefon gestritten
In ihren mit Stuck verzierten reichen Stuben
Danach habe ich alle Seiten zerrissen
Der eine fragte war sie hübsch
er wisse nicht
woher sonst die Schwärmerei
des Anderen herrühre

Mein Gesicht ist mit Glitzer versehen
In digitalen Sphären
Versuche ich mich zu meißeln
Wie ich mich für dich meißle Weiße Statue
Unecht, wunderschön
Schleichend auf Zehenspitzen
Gekleidet in Tutus

Medial geprägt
von Frauen mit rasiertem Kopf
Torkelnde, leblose Körper
mit dickem Lidstrich auf ihrer Haut
Die mit großer Stimme in ihr Grab fiel
Und Marilyn -

Meine Mutter sprach in
Verschlüsselter Sprache als ich klein war
Nun habe ich sie entschlüsselt
Die Weiblichkeit
In dem politischen Raum ihrer Küche
sie überreichte mir eine Frucht —
Traum Knospen gedeihen in meinen Händen

Wenn ich so darüber nachdenke
Möchte ich mich Häuten
Dem Drang nachgeben
Der in mir verwachsen ist
Der Blickwinkel, das Verhängnis
des männlichen Narrativs

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